geboren am 29.01.1909 in München/D
Zeitliche Gelübde: 21.06.1929
Ewige Gelübde: 25.12.1933
Priesterweihe: 29.06.1934
verstorben am 24.03.1986
beigesetzt in Bamberg/D

Pater Stephan Lintermann war ein gebürtiger Münchner, da aber schon frühzeitig sein Interesse der Mission galt, kam er mit 15 Jahren bereits nach Josefstal. Drei Jahre später, am 5. Juni 1927, begann er in Milland im Noviziat, das er am 21. Juni 1929 mit der zeitlichen Profess beendete. Dann folgte das Theologiestudium am bischöflichen Priesterseminar von Brixen. Am 25. Dezember 1933 legte er die ewigen Gelübde ab. Am Fest der Apostel Petrus und Paulus wurde er am 29. Iuni 1934 im Dom von Brixen zum Priester geweiht. Zwei Jahre blieb er noch als Instruktor der jüngeren Mitbrüder im Scholastikat, dann übernahm er 1936 in Ellwangen die Schriftleitung der Missionszeitschrift ,,Stern der Neger“, bis diese 1940 vom Naziregime verboten wurde. Während des zweiten Weltkrieges arbeitete er in Bad Mergentheim in der Seelsorge.

Nach den Kriegsjahren, in denen Pater Lintermann als unscheinbarer Seelsorger gewirkt hatte, kam er 1946 nach Bamberg als Spiritual der Novizen und Scholastiker und als Beichtvater der Seminaristen des Diözesanseminars. Für diese wichtige Aufgabe war er, abgesehen von einer kurzen Unterbrechung, viele Jahre lang verantwortlich. Fast zwei Generationen von unseren Mitbrüdern verdanken ihm auf ihrem Weg zum Priestertum und Missionsberuf die geistliche Begleitung.

Von 1953 bis 1955 wurde er erneut zum Redakleur der Missionszeitschrift ,,Stern der Neger“ berufen. 1955 wurde er zum Generalsekretär ernannt. Von 1961 bis 1967 bekleidete er das Amt eines Generalassistenten mit Sitz in Bamberg und machte seine Arbeit im Scholastikat weiter. Viele Jahre lang betreute er das Seniorenheim Michaelsberg. 1984 feierte er das Goldene Priesterjubiläum. Von seinen 52 Priesterjahren verbrachte er 32 in Bamberg. In Anerkennung seiner Verdienste im pastoralen Bereich als Beichtvater der Seminaristen des Diözesanseminars und als Kaplan des Seniorenheimes ernannte ihn der Erzbischof von Bamberg zum Geistlichen Rat.

Pater Lintermann war ein Meister theologischer, kultureller und geistlicher Fortbildung, die er sich im Selbststudium aneignete und dann als stets guter Gesprächspartner reichlich an andere weitergab. Als Beichtvater war er von vielen Priestern und Laien gesucht. Bis zum Ende seines Lebens war er in der Stadt Bamberg ein geschätzter und geliebter Seelsorger. Erst in den letzten zwei Jahren musste er diese Tätigkeit allmählich aus Gesundheitsgründen aufgeben. Aus der Ferne hat dieser Mitbruder unschätzbar viel Gutes für die Mission gewirkt.

R.I.P.