geboren am 13.09.1908 in Mehlmeisel/D
Zeitliche Gelübde: 21.06.1929
Ewige Gelübde: 16.04.1933
Priesterweihe: 29.06.1933
verstorben am 30.09.1986 in Bamberg/D
beigesetzt in Mehlmeisel/D


Pater Jungnickl stammte aus Mehlmeisel, Diözese Regensburg, Bayern, und wurde am 13. September 1908 geboren. Nach Abschluss der Oberschule am bischöflichen Knabenseminar von Regensburg 1927 bat er um Aufnahme bei den Comboni-Missionaren und trat am 6. Mai 1927 als Postulant in Milland/Brixen ein. Bereits nach einem Monat begann er dort am 5. Juni das Noviziat und beendete es am 21. Juni 1929 mit der ersten zeitlichen Profess. Er besuchte die Vorlesungen in Philosophie und Theologie am bischöflichen Priesterseminar von Brixen. Nach der Ablegung der ewigen Gelübde am 16. April 1933 wurde er am 29. Juni des gleichen Jahres vom Fürstbischof Dr. Johannes Geisler in Brixen zum Priester geweiht.

Am 6. Oktober 1934 bestieg er in Hamburg das Schiff ,und im November, nach einer langen Schiffsfahrt, erreichte er das Land seiner Träume, die Apostolische Präfektur Lydenburg in Südafrika. Sechzehn Jahre arbeitete er mit großem Eifer auf den Missionen von Lydenburg, Ermelo und Barberton. Damals gab es nur alle zehnJahre einen Heimaturlaub. Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde diese Zeitspanne noch verlängert. 1950 kehrte er in seine Heimat zurück, die er wegen seines angeschlagenen Gesundheitszustandes nicht mehr verlassen würde.

Mit kurzen Aufenthalten in den Gemeinschaften von Josefstal und Messendorf verbrachte er den Rest seines Lebens, 34 Jahre, in Bamberg. Sonntag für Sonntag und auch manchmal während der Woche half er in der Seelsorge der umliegenden Pfarreien aus. Gegen Ende seines Lebens musste er allmählich diese Dienste aufgeben. Er verschied ganz unverhofft am 30. September 1986. Man fand ihn in der Früh in seinem Zimmer tot über sein Bett gebeugt. Sein Leichnam wurde in sein Heimatdorf Mehlmeisel überführt und im dortigen Friedhof am 3. Oktober 1986 beigesetzt.

Pater Jungnickl war ein sehr heimatverbundener Mensch. Seinen jährlichen Urlaub verbrachte er gerne daheim bei seinen Geschwistern. Er war stolz auf seine schöne Heimat. Er blieb auch zeitlebens mit seiner südafrikanischen Mission sehr verbunden und verfolgte mit großer Aufmerksamkeit die dortigen Ereignisse. Er freute sich, wenn Heimaturlauber aus Südafrika ihn in Bamberg besuchten. Gerade in seinen letzten Jahren ist sich Pater Jungnickl immer mehr bewusst geworden, wie gut Gott mit ihm gewesen ist, von Kindheit an bis in sein Alter.

R.I.P.