geboren am 11.08.1901 in Dürrenstetten/D
Zeitliche Gelübde: 03.05.1927
Ewige Gelübde: 16.04.1933
verstorben am 25.04.1987
beigesetzt in Lydenburg/RSA

Bruder Andreas Kley kam in Dürrenstetten, Baden-Württemberg, am 11. August 1901 zur Welt. Er stammte aus einer sehr kinderreichen, christlichen Familie, die dem Herrn sechs Ordensleute schenkte: drei Schwestern wurden Ordensfrauen, von denen zwei in Südafrika gearbeitet haben und gestorben sind; zwei Brüder wurden Franziskanerbrüder und wirkten ihr ganzes Leben lang in Chile/Südamerika.

Am 15.10.1924 trat Bruder Andreas in Milland als Postulant ein, begann am 3. Mai 1925 das Noviziat, legte am 3. Mai 1927 die zeitlichen und am 16. April 1933 in Maria Trost/Südafrika die ewigen Gelübde ab. Von 1927–1930 war er zuerst in Graz und dann in Josefstal eingesetzt.

1930 reiste er in die Mission von Südafrika aus und verblieb dort bis zu seinem Tod. 49 Jahre lang gehörte er zur Hausgemeinschaft Maria Trost. Von Beruf Schneider, hat er bis zu seinem Tod dieses Handwerk ausgeübt.

Von 1930–1932 wohnte er mit dem Apostolischen Vikar Alois Mohn in Lydenburg. Dann wurde er in die nahe Missionsstation Maria Trost versetzt. Nur einmal wurde er gebeten, die Hausgemeinschaft zu wechseln. 1965 hatte nämlich die Provinz ein eigenes Haus als Sitz des Provinzials gekauft, nahe der Missionsstation White River. Der Ort hieß High Over. Der damalige Provinzobere Pater Günther Brosig schlug dort seine Residenz auf und bildete mit den Brüdern Andreas Kley und August Cagol eine neue Gemeinschaft. Sein Nachfolger Pater Franz Koch verkaufte das Haus 1971 wieder, da es viel zu abgelegen war und deshalb zu ungünstig lag. Auf diese Weise kehrte Bruder Andreas nach Maria Trost zurück, um dort seine gewohnten Arbeiten wieder aufzunehmen.

Die Schneiderei war also wiedereröffnet. Bruder Andreas hatte aber auch andere Beschäftigungen. Er machte Holzkohle, um Kohle für das Weihrauchfass herzustellen, die er auch ins Ausland verschickte. Nach dem II. Vatikanischen Konzil musste er den Kleinbetrieb einstellen, da die Nachfrage gewaltig nachgelassen hatte. Er kümmerte sich auch um die Sträucher und Blumen auf der Missionsstation. 1977 konnte er sein Goldenes Professjubiläum feiern.

Bruder Andreas war ein wichtiges Mitglied der Hausgemeinschaft. Bei allen gemeinschaftlichen Übungen und Terminen war er immer pünktlich da. Er war ein leutseliger und froher Mensch und bis in sein hohes Alter bestrebt, sich allseitig nützlich zu machen. Bruder Andreas hatte auch eine dichterische Ader. Für viele Feiern wie Jubiläen, Geburtstage usw. verfasste er Gedichte, die im Archiv der Deutschsprachigen Provinz aufbewahrt sind. Er hat die Höhen und Tiefen von Maria Trost miterlebt, viele Mitbrüder kommen und gehen sehen und an vielen Beerdigungen teilgenommen. Nun ruht er selbst dort. Er starb am 25. April 1987.

R.I.P.