8. Juli 2026

Die Comboni-Laienmissionarinnen Maria Augusta, Federica und Ilaria berichten aus dem Norden Mosambiks über die Freuden und Herausforderungen ihres missionarischen Dienstes, bei dem sie ihre Kräfte auf Förderprojekte in den Bereichen Alphabetisierung, Ausbildung für Mütter und Jugendliche, Selbstversorgung und Wirtschaft konzentrieren.

Maria Augustas Hauptaufgabe ist die Arbeit mit den Grundschülern, die große Schwierigkeiten beim Schreiben und Lesen haben. Zweimal täglich empfängt sie vor allem Mädchen, die für ein paar Stunden das lernen und festigen, was sie in drei Schulstunden in einer Klasse mit hundert Schülern nicht schaffen. Ilaria kümmert sich um die wirtschaftliche Bildung, ein wichtiger Aspekt in einem kulturellen Umfeld, der das Konzept des Sparens nicht kennt und in dem es Tradition ist, das Verdiente sofort auszugeben; eine Arbeit, die Geduld erfordert, da sie weiß, dass sie die erhofften Früchte nicht in kurzer Zeit ernten kann. Federica kümmert sich um die Ausbildung der Jugendlichen, denn sie sind die Zukunft dieses Landes. Waren sie bis vor kurzem noch die Hauptakteure bei den Bränden in der Savanne und den Straßenblockaden aufgrund politischer Unzufriedenheit, so zielt man heute gemeinsam mit ihnen darauf ab, Werte wie Frieden, Umweltschutz und die Möglichkeit, kreativ über eine bessere Zukunft nachzudenken und sie zu gestalten, zu verinnerlichen.

Die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, sind ziemlich groß: Armut und die Zerstörung durch Wirbelstürme, die immer wieder über das Land ziehen, lassen sich nicht einfach so aus der Welt schaffen, aber wir glauben, dass der Aufbau auf und mit den Menschen positive Ergebnisse bringen kann. Deshalb setzen wir uns jeden Tag dafür ein, das Leben der Menschen durch praktische Ausbildung und Bildung zu verändern. In der Sekundarschule von Carapira bieten wir zudem eine intensive Erziehung zu menschlichen und auf dem Evangelium basierenden Werten an; der Unterricht umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass diese 250 Schüler, die weit entfernt von ihren jeweiligen Gemeinschaften leben, nicht auf den Katecheseunterricht verzichten müssen.

Dieser findet jeden Freitag statt. Wir gehen mit ihnen einen jährlichen Weg, der durch Exerzitien und Ausflüge bereichert wird, bei denen sie Lebenserfahrungen sammeln. Wir freuen uns, auch an der Dynamik der 99 Gemeinschaften von Carapira teilnehmen zu können. Die Pfarrei umfasst neben dem Zentrum fünf Regionen und 21 Seelsorgebezirke. Unser Ziel ist es, die Menschen so weit wie möglich in die Selbstverwaltung zu führen. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir Probleme nicht lösen, indem wir Dinge oder Geld geben. Natürlich ist auch praktische Hilfe notwendig, aber wenn diese nicht durch Bildung und einen Weg der Bewusstwerdung unterstützt wird, macht sie die Menschen abhängig. Mit aller Kraft versuchen wir, Ungerechtigkeiten in einem Land zu verhindern, das bereits viel davon erlebt hat, und unseren Alltag mit den Menschen dort zu teilen. Die Rahmenbedingungen sind schwierig: Korruption und Diskriminierung aller Art sowie wenige Arbeitsmöglichkeiten. All dies steht im Gegensatz zu den vielen Rohstoffvorkommen, von denen allerdings ausländische Staaten profitieren, statt dass die Einnahmen Mosambik zugutekommen. In Nampula, eine Stunde von uns entfernt, gibt es noch immer Flüchtlingslager, in denen Menschen leben, die vor dem islamistischen Terrorismus geflohen sind, der in Cabo Delgado nach wie vor herrscht. Eine Gewalt, die weniger aus religiösen Gründen als vielmehr zur Kontrolle des Territoriums ausgeübt wird.

In dieser Situation engagieren wir uns auf der Grundlage gemeinschaftlicher Einsicht. Und die Widerstandsfähigkeit unserer Menschen spornt uns an, dies auch weiterhin zu tun. Derzeit verfolgen wir das Projekt zur Bekämpfung der Unterernährung, indem wir vierzig Müttern helfen, ihre Kleinen zu versorgen, die andernfalls aufgrund von Nahrungsmangel zu sterben drohen würden. Außerdem haben wir die Sanierung der Küche der Sekundarschule geplant, die sich vor allem aufgrund der Folgen jahrelanger Rauchentwicklung in einem sehr prekären Zustand befindet. Ein Verfall, der sich auf die Gesundheit der Schüler und des Schulpersonals auswirkt. Wir sind all jenen dankbar, die unsere Arbeit moralisch und materiell unterstützen. Das hilft uns, unser Leben und das der Menschen, die uns aufgenommen haben, zu verwandeln.

Federica und Ilaria, Comboni-Laienmissionarinnen in Mozambik
zuerst erschienen in NIGRIZIA, April 2026