geboren am 28.01.1920 in Schrezheim/D
verstorben am 10.05.1944
beigesetzt in Balabauesti (Moldavien)

Norbert Wecker wurde in Schrezheim/Ellwangen am 28. Januar 1920 geboren. 1932 kam er als Student ins Missionsseminar der Comboni-Missionare. Nach dem Abschluss der Gymnasialstudien wurde er am 1. April 1939 zum Arbeitsdienst einberufen, den er am 25. Oktober 1939 beenden konnte. Gleich begab er sich nach Bamberg und begann dort am 24. Dezember 1939 das Noviziat. Aber bereits am 1. Oktober 1940 musste er in den Krieg ziehen, ohne das Noviziat beenden zu können.

Dem Rundbrief des Generaloberen Pater Johann Deisenbeck mit Datum vom Februar 1943 entnehmen wir diese kurze Nachricht: „Norbert Wecker ist auf seinem Urlaub in der Marienpflege in Ellwangen hängen geblieben, voraussichtlich noch vier Wochen, bis sein Gebiss wieder in Ordnung ist. Das Kauen macht ihm Schwierigkeiten und gerade dort gäbe es viel zu kauen“.

Im Rundbrief vom Juni 1944 berichtet der Generalobere vom Tod des Novizen Norbert: „Unser Mitbruder Wecker Norbert ist am 10. Mai 1944 in den Abwehrkämpfen bei Balabauesti, etwa 30 km nordostwärts von Cisinau (heute Republik Moldau) durch Kopfschuss gefallen. In Balabauesti ist er auch beigesetzt worden“. Sein Kompanieführer schreibt: „Als Gruppenführer war er seinen Leuten stets ein leuchtendes Beispiel soldatischer Pflichterfüllung; durch seine Kaltblütigkeit und Draufgängertum, gepaart mit liebevoller Fürsorge, riss er seine Gruppe mit sich und hatte damit wesentlichen Anteil an den Abwehrerfolgen der Kompanie in den letzten Kampftagen. Obwohl er erst kurz zur Einheit gekommen war, hatte er doch schon durch sein ruhiges, bescheidenes Wesen die Beliebtheit aller erworben“.

Pater Deisenbeck fügt hinzu: „Diesem Lob, das ihm als Soldat gespendet wird, kann ich jenes hinzufügen, dass er ein lieber, dienstbereiter Mitbruder war, jetzt schon als Novize, und ein vorbildlicher Ordensmann zu werden versprach. Der Herr hat ihn bereits für reif befunden“.

R.I.P.