geboren am 02.01.1921 in Simmerberg/D
Zeitliche Gelübde: 05.02.1941
verstorben am 23.06.1944
beigesetzt in Wyssokoje/Russland

Bruder Georg Bittl wurde am 2. Januar 1921in Simmerberg/Bayern geboren. Am 4. Juni 1935 kam er als Zögling nach Mellatz und verblieb dort vier Jahre als Aspirant. Am 19.3.1939 begann er in Josefstal das Noviziat, das er am 5. Februar 1941, am Vortag seiner Einberufung zum Militär nach Heilbronn, mit den ersten zeitlichen Gelübden beendete. Am 5. Februar 1942 erneuerte er seine Gelübde im Lazarett Kühlungsborn/Mecklenburg und am 4. Juni 1943 zum dritten Mal in Josefstal während seines Heimaturlaubs. Er starb am 23. Juni 1944 durch einen Granatsplitter. Am Tag darauf wurde er in Wyssokoje bei Kaliningrad (früher Königsberg) begraben.

Der Oberzahlmeister Geiler benachrichtigte Georgs Mutter, die aber bereits vor einem Jahr gestorben war, vom Tod ihres Sohnes: „Da fast alle Offiziere des Regiments und viele Kameraden ihres Sohnes gefallen sind, obliegt mir die überaus schmerzliche Pflicht, sie vom Heldentod Ihres Sohnes Georg in Kenntnis zu setzen, der am 23. Juni 1944 durch einen Granatsplitter sofort den Tod fand. Es ist mir und den Kameraden ein herzliches Bedürfnis, Ihnen unsere Anteilnahme auszudrücken. Ihr Sohn war bei seinen Vorgesetzten und Kameraden beliebt, besonders wegen seines ruhigen, aufrichtigen und kameradschaftlichen Lebens. Wir haben Ihren Sohn auf dem Ehrenfriedhof der Division in Wyssokoje am 24.Juni 1944 zur letzten Ruhe gebracht. Ein von Kameraden gefertigtes Holzkreuz ziert das schlichte Soldatengrab. Die bei Ihrem Sohn vorgefundenen Privatsachen wurden in Verwahrung genommen und sind später während der Absetzbewegungen in Verlust geraten. Ihr ergebener Geiler, Oberzahlmeister“.

Pater Deisenbeck informierte die Mitbrüder in einem Rundbrief über Bruder Georgs Tod: „Wir verlieren an ihm wieder einen lieben, strebsamen, pflichtbewussten und für seinen Beruf begeisterten Mitbruder. Wenn seine Brust das EK II und die Ostmedaille zierten, so dürfen wir an ihm als Ordensmann auch sein eifriges Streben, seine Opferbereitschaft und seinen Brudersinn ehrend erwähnen und für uns als Vorbild gelten lassen. Anfangs Februar dieses Jahres war Bruder Bittl das letzte Mal bei uns in Josefstal. Von hier ging er heim und kam gerade noch zum Sterben seiner Mutter. Zum Herz-Jesu Fest schrieb er uns das letzte Mal. Der Oktavtag des Herz-Jesu-Festes war sein Sterbetag. Schon in Mellatz hatte er sich durch seine Strebsamkeit und seine Geradheit die Liebe aller erworben. Er ist bereits der 20. aus unseren Reihen, der seinen Beruf vollendet hat“.

R.I.P.