geboren am 03.04.1914 in Weißenbach BZ/I
Zeitliche Gelübde: 09.09.1935
Ewige Gelübde: 25.12.1939
Priesterweihe: 29.06.1940
verstorben am 06.11.1967
beigesetzt in Premstätten/A

Pater Kirchler stammte aus Weißenbach/Südtirol und wurde am 3. April 1914 geboren. Nach den Gymnasialstudien am bischöflichen Seminar Vinzentinum von Brixen bat er 1933 um Aufnahme im Missionshaus Milland. Im gleichen Jahr begann er im September das Noviziat, das er in Bamberg am 9. September 1935 beendete. Dort studierte er Philosophie, Theologie aber in Brixen. Am 9. September 1938 weihte er sich für immer dem Herrn für den Missionsdienst. Am 29. Juni 1940 wurde er in Brixen zum Priester geweiht.

Seine Tätigkeit während seiner ersten sechs Priesterjahre war Missionarische Bewusstseinsbildung und Berufungspastoral in Südtirol. Anschließend wirkte er fünf Jahre lang als Präfekt in Milland. 1949 wurde er zum Hausoberen von Milland ernannt und nach Ablauf seiner Amtsperiode zum Hausoberen von Messedorf/Graz. Diesen Posten trat er schweren Herzens an, war er doch in Brixen fest verwurzelt. Die Seelsorge in Messedorf gefiel ihm aber jetzt so sehr, dass er am liebsten dort geblieben wäre.

Von 1949 bis 1961 war Pater Kirchler Generalassistent. Seine Erfahrungen in Brixen und Österreich veranlassten die Kapitelsväter, ihn 1967 nochmals zum Generalassistenten zu wählen. Er war gerade dabei, seinen neuen Rektorposten in Unterpremstätten anzutreten. Auf der Fahrt dorthin am Montag den 6. November vormittags gegen 11 Uhr passierte an einem Bahnübergang das Unglück. Der Bahnübergang war zwar nicht mit einer Stopptafel gekennzeichnet, aber mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung abgesichert. Der Zugführer sagte aus, dass der Personenwagen seine Fahrt vor der Bahnübersetzung verlangsamte. Plötzlich aber wurde der Wagen wieder schneller. Der Lenker wollte vermutlich noch vor dem herannahenden Zug die Gleise überqueren. Aber es war zu spät. Das Auto wurde von der Lok erfasst und 150 Meter mitgeschleift. Ein im Zug anwesender Priester spendete ihm die Krankensalbung. Als der Arzt an der Unfallstelle eintraf, war der Mitbruder bereits tot.

Mit Pater Kirchler verliert die Kongregation einen Mitbruder, der sich durch Eifer im Gebet und Arbeit hervortat. Von seinen 27 Priesterjahren war er zwölf Jahre Mitglied der Generalleitung. Eine Reihe von Südtiroler Patres ist von ihm herangebildet worden. Alten Mitbrüdern ließ er seine besondere Liebe zuteilwerden. Er betrachtete es als einen Segen, einen alten, hilfsbedürftigen Mitbruder in der Gemeinschaft zu haben. Pater Kirchler wurde am 9. November 1967 in Unterpremstätten begraben.

R.I.P.

Pater Alois Eder