geboren am 21.08.1907 in Steigerbach/D
Zeitliche Gelübde: 09.09.1927
Ewige Gelübde: 09.09.1933
verstorben am 02.05.1967 in Belfast/RSA
beigesetzt in Lydenburg/RSA

Bruder Adolf Hirschlein wurde am 21. August 1907 in Staigerbach geboren. Am 21. Juli 1921 trat er als Bruderaspirant in Josefstal ein. Er war vierzehn Jahre alt. Pater Isidor Stang hatte ihn für den Missionsberuf begeistert. Er war einer der ersten Kandidaten, denn nur einige Monate vorher wurde die erste Niederlassung in Deutschland, Josefstal, gegründet. Als Sohn eines Landwirts half der junge Adolf gerne bei der opferreichen Aufbauarbeit des landwirtschaftlichen Betriebes mit. Am 9. September 1925 begann er mit anderen Brüdern das Noviziat in Milland. Zwei Jahre später und am gleichen Tag legte die Brüdergruppe die ersten Gelübde ab. Am 9. September 1933 weihte sich Bruder Adolf in Milland endgültig durch die ewigen Gelübde Gott und der Mission.

Von 1927 bis 1935 wirkte er als Landwirt in den Niederlassungen von Milland, Josefstal und Mellatz. 1935 erhielt er Sendung nach Südafrika. Wie in Josefstal und Mellatz durfte er auch dort sofort bei der Neugründung einer Missionsstation – White Waters – mithelfen. Drei Jahre lang gab er von seinem Besten, um dieser armen Station eine sichere materielle Basis zu verschaffen. Unermüdlicher Arbeitseifer, frohe Zufriedenheit inmitten großer Armut und ein eminent praktischer Sinn für seine Aufgaben machten Bruder Adolf zu einem hochgeschätzten Mitarbeiter in der Mission. Wertvollen Missionsdienst als Mitarbeiter und Leiter auf unseren Missionsfarmen leistete er auch auf den anderen Stationen, wohin immer ihn die Oberen im Laufe der Jahrzehnte beriefen, sei es nun im heißen „Lowveld“ oder im kalten „Highveld“ des Missionsgebietes: in White Waters, in Glen Cowie, in Maria Trost und in Belfast. Obwohl Bruder Adolf infolge des Mangels an Missionsbrüdern verhältnismäßig oft ein liebgewonnenes Arbeitsfeld aufgeben musste und immer wieder auf einer anderen Station zum Einsatz berufen wurde, war er stets bereit, dem Ruf der Oberen unverzüglich Folge zu leisten.

Seit 1963 leitete er den Farmbetrieb in Belfast, unserer höchstgelegen Station in Südafrika (2000 Meter über dem Meeresspiegel). Mit Hilfe eines Zuschusses von der bischöflichen Hilfsaktion aus Deutschland konnte er vor einem Jahr einen Traktor anschaffen, um rationeller und besser die Farm zu bewirtschaften. Niemand, er wohl am wenigsten, ahnte, dass gerade diese landwirtschaftliche Maschine für ihn zum Todeswerkzeug werden sollte. Als er gegen 10 Uhr am Morgen des 2. Mai den in einen Sumpf geratenen Traktor herausführen wollte, kippte dieser um und erdrückte den nach Hilfe rufenden Bruder, aber jede Hilfe kam zu spät. Am 21. August 1967 hätte er seinen 60. Geburtstag feiern wollen, aber der Herr hat ihn vorher unerwartet aus unserer Mitte genommen.

Der unerwartet plötzliche Tod dieses arbeitseifrigen Mitbruders ist für uns alle, vor allem für die Mission, ein sehr schmerzlicher Verlust, besonders weil die Zahl unserer „Farmer“ so klein ist. Möge der Herr unseren lieben verstorbenen Mitbruder seine Lebensarbeit vergelten, sein Leiden als Sühnopfer entgegennehmen und ihm den Tod im Dienste der Mission mit ewiger Freude belohnen.

R.I.P.

Pater Alois Eder