geboren am 13.02.1864 in Kocice/Slowenien
Zeitliche Gelübde: 06.01.1903
Ewige Gelübde: 06.01.1903
Priesterweihe: 25.07.1892
verstorben am 01.05.1927
beigesetzt in Graz/A

Pater Valentin stammte aus Zetale im heutigen Slowenien (gehörte aber damals zum Land Steiermark/Österreich) und kam am 13. Februar 1864 zur Welt. Er war Weltpriester seiner Heimatdiözese Marburg. Dort erhielt er seine Ausbildung und wurde am 25. Juli 1892 zum Priester geweiht. Bis 1901 wirkte er mit großem Eifer als Kaplan und Pfarrprovisor. Dann entschloss er sich zur großen Überraschung seiner Freunde und der Pfarrgemeinden, bei den Missionaren Söhnen des Heiligsten Herzens Jesu einzutreten.

Er begab sich nach Milland und begann dort am 20. Januar 1901 das Noviziat. Nach zwei Jahren legte er am 6. Januar 1903 gleich die ewigen Gelübde ab, wie es damals üblich war. Sein großer Wunsch war es, gleich in die Mission auszureisen, was auch der Wille der Oberen war. Während er seine Ausreise vorbereitete, erhielt er einen neuen Bescheid von Seiten der Oberen, dass sein Gesundheitszustand Sorge bereite und er vorläufig auf die Mission verzichten müsse. Es war für ihn großes Opfer, denn es würde das endgültige Aus für seinen direkten Missionseinsatz in Afrika sein.

So stellte er sich auf den Einsatz in der Heimat ein. Bis 1925 wirkte er im Missionshaus Milland als Präfekt, Lehrer und Spiritual der Studenten, als Rektor und Rektor-Stellvertreter. Nachdem es ihm nicht vergönnt war, seinen Missionsberuf in Afrika zu erfüllen, bemühte er sich, den Beruf in den angehenden Missionaren zu fördern und zu festigen. Nach der Schließung des Knabenseminars 1925 infolge von politischen Veränderung (Trennung Südtirols von Österreich, faschistische Gesetzgebung) wurde Pater Valentin nach Graz versetzt.

Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Am 30. April feierte er im Anna-Kinderkrankenhaus in Graz die heilige Messe, es sollte seine letzte sein. In der Nacht erlitt er einen Asthmaanfall und zugleich trat eine große Herzschwäche ein. Er fühlte, dass seine letzten Stunden gekommen waren. Er bat um die Krankensalbung und die heilige Kommunion. Der herbeigerufene Hausarzt konnte die Herztätigkeit von Pater Valentin wiederbeleben. Alle glaubten nun an seine Besserung außer ihm selbst. Er war bestens vorbereitet auf die Begegnung mit dem Herrn. Zeitlebens zeichnete ihn eine große Liebe zur Muttergottes und zum hl. Josef aus. Nach dem Gebet „Regina coeli laetare, Alleluja“ verschied er am 1. Mai 1927, umgeben von der kleinen Gruppe der Mitbrüder. Er wurde im Zentralfriedhof von Graz beigesetzt.

R.I.P.