geboren am 06.03.1907 in Haiming (Innsbruck)/A
Zeitliche Gelübde: 09.09.1929
Ewige Gelübde: 25.12.1932
Priesterweihe: 29.06.1933
verstorben am 16.12.1982
beigesetzt in Brixen/I

Pater Habicher stammte aus Haiming in Tirol, Österreich, und wurde am 6. März 1907 geboren. Im Alter von 13 Jahren kam er als Student nach Milland/Brixen. Am Augustinergymnasium von Brixen besuchte er einen Teil der Oberschule und schloss sie in Graz/Österreich ab. Am 9. September 1927 begann er das Noviziat in Milland und legte zwei Jahre später am 9. September 1929 die zeitlichen Gelübde ab. Am Priesterseminar von Brixen studierte er Philosophie und Theologie. Am 25. Dezember 1932 legte er die ewigen Gelübde ab und wurde am 29. Juni 1933 zum Priester geweiht.

Gleich nach seiner Priesterweihe wurde er in die südafrikanische Mission ausgesandt, wo er bis 1978 segensreich wirkte. Seine ganze Missionstätigkeit galt dem Pedistamm, und zwar auf den Missionen von Glen Cowie und Eensgevonden. 1966 wurde er von zwei Banditen überfallen, angeschossen und ausgeraubt. Zum Glück wurde er nicht schwer verwundet, so dass er seine Arbeit bald wieder aufnehmen konnte. Er verzieh den beiden Angreifern und steckte diese ungute Erfahrung ohne Verbitterung ab.

Seine lange Missionstätigkeit verlief sehr ruhig, und keine außerordentlichen Ereignisse können erwähnt werden. Er liebte seine Seelsorgearbeit und seine Herde und versuchte den Leuten auf intelligente Weise zu helfen. Er ermöglichte vielen eine gute Ausbildung und verhalf vielen zu einem Universitätsstudium. Viele tüchtige katholische Lehrer und Fachkräfte verdanken Pater Habicher ihre Karriere. Diese seine Hilfestellung war ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Kirche und zur Förderung der Gesellschaft. Er begleitete und unterstützte auch die Ausbildung des ersten afrikanischen Diözesanpriesters von Witbank. Vielen Familien, die umgesiedelt wurden, verhalf er zu einem eigenen Grundstück. Die Leute schätzten ihn sehr hoch, da sie wussten, dass er ganz für sie da war.

Pater Habicher lebte sehr einfach, war bescheiden, gütig, freundlich und stets bereit zu helfen. Er konnte keine aufsehenerregenden Werke vorweisen, aber sein stilles, großzügiges Wirken und sein Einsatz zum seelischen und materiellen Wohl des Volkes sind äußerst verdienstvoll in den Augen Gottes.

1978 musste er aus Alters- und Gesundheitsgründen seine Missionstätigkeit aufgeben und für immer nach Europa zurückkehren. Bis Mitte 1982 gehörte er zur Hausgemeinschaft von Unterpremstätten und war für die Mitbrüder und die Seminaristen ein vorbildlicher Mitbruder und Missionar. Nach dem Verkauf des Seminars wurde er nach Milland/Brixen versetzt. Dort fand er liebevolle Aufnahme und Pflege bei den Schwestern der hl. Elisabeth, bei denen schon mehrere Mitbrüder vor ihm bis zum Tod betreut wurden. Dort starb er am 16. Dezember 1982. Er ruht im Ortsfriedhof von Milland.

R.I.P.

Pater Georg Klose