geboren am 31.03.1933 in Waldhausen/D
Zeitliche Gelübde: 02.07.1954
Ewige Gelübde: 08.12.1957
Priesterweihe: 27.07.1958
verstorben am 21.09.2006
beigesetzt in Ellwangen/D

Pater Peter Schmid wurde am 31.3.1933 in Waldhausen (Härtsfeld), Diözese Rottenburg Stuttgart, geboren. Am 19.04.1944 kam er als Elfjähriger nach Josefstal in das Missionsseminar der Comboni-Missionare, damals noch Missionare Söhne vom Heiligsten Herzen Jesu genannt. Ein Lehrer in seinem Heimatdorf, der ein überzeugter Nationalsozialist war, machte ihm daraufhin das Leben schwer, wo er nur konnte. Peter ließ sich aber nicht beirren und ging seinen Weg. 1952 machte er das Abitur am Ellwanger Gymnasium. Im gleichen Jahr noch begann er sein Noviziat in Bamberg und legte am 2. 7.1954 die ersten zeitlichen Gelübde ab. Am 8. Dezember 1957 weihte er sein Leben Gott und der Mission durch die ewigen Gelübde. Am 27. Juli 1958 wurde er in Bamberg zum Priester geweiht.

Nach seiner Priesterweihe war er in verschiedenen Niederlassungen der Comboni-Missionare in der Erziehung der Jugend als Präfekt tätig. In Milland/Brixen von 1958 bis 1962, von 1963 bis 1964 in Bad Mergentheim, von 1964 bis 1967 in Ellwangen, von 1967 bis 1970 erneut in Milland/Brixen. Er war ein sympathischer, sportlicher Typ, gesund und unternehmungslustig und deshalb bei Jung und Alt beliebt, geschätzt und angesehen. Für manche Schüler des Seminars galt er in seiner sportlichen Art sogar als Vorbild.

Nach seiner Erziehertätigkeit bekam er im Jahre 1971 auch noch die Chance für einen Missionseinsatz in Südafrika. Dort war er auf verschiedenen Missionsstationen (Mamelodi, Witbank, Waterval und Glen Cowie) in der Seelsorge tätig. Der damalige Generalsuperior Pater Georg Klose besuchte ihn auf seiner ersten Afrikareise und schrieb folgende Bemerkungen in sein Tagebuch: „Als ich ihn als General auf einer Afrikareise in Mamelodi besuchte, habe ich mir folgende kurze Notizen gemacht: Er ist sehr angefüllt mit Arbeit, fühlt sich aber zufrieden und wohl. Drei schwarze Schwestern helfen ihm in der Seelsorge. An den Sonntagen kommen auch noch weiße Schwestern zum Helfen hinzu. Er ist fleißig dabei, den Neubau der Kirche zu planen. Er hat es allerdings am Anfang schwer gehabt, sich in die kulturell neue Umgebung einzuleben und mit der Sprache vertraut zu werden. Mamelodi ist eine Riesenpfarrei. Beeindruckt war ich von dem Kirchenchor seiner Pfarrei.“

Pater Peter war gut fünfzehn Jahre in Südafrika im Missionseinsatz. Während dieser Jahre hat ihn seine Heimatgemeinde Waldhausen kräftig unterstützt. Die Begeisterung der Afrikaner bei den Gottesdiensten hat Pater Peter beeindruckt und ihm auch wohlgetan und Freude gemacht. Auf der Missionsstation Waterval ist er auch mit dem Problem der Flüchtlinge konfrontiert worden, die aus Mosambik durch den berühmten Krüger-Park kamen. 1983 konnte er sein silbernes Priesterjubiläum in seiner Heimatgemeinde Waldhausen feiern. Dazu war auch sein Bischof, Mons. Anton Reiterer, der gerade in Südtirol auf Heimaturlaub war, gekommen. Im Juli 1998 feierte er auch noch sein vierzigjähriges Priesterjubiläum in seiner Heimatpfarrei.

1986 kehrte er aus gesundheitlichen Gründen in die Heimat zurück. Zunächst konnte er noch in der Seelsorge zwei Jahre in Brixen und einige Jahre in Ellwangen mithelfen. Als sich sein gesundheitlicher Zustand zunehmend verschlechterte, fand er 1995 Aufnahme in der Krankenabteilung der Comboni-Missionare in Ellwangen. Die letzten eineinhalb Jahre wurde er als Pflegefall im Waldkrankenhaus Dalkingen betreut.

R.I.P.

Pater Georg Klose