geboren am 28.08.1913 in München/D
Zeitliche Gelübde: 01.11.1931
Ewige Gelübde: 28.03.1937
Priesterweihe: 29.06.1937
verstorben am 15.12.1962
beigesetzt in Bamberg/D

Pater Ludwig Schiffeneder wurde am 28. August 1913 in München geboren. Am 21. April 1924 kam er als Zögling nach Ellwangen/Josefstal und besuchte von dort aus von 1924 bis 1929 das Gymnasium in der Stadt. Nach dem Abschluss des Gymnasialstudiums begab er sich ins Noviziat nach Milland und wurde dort am 19. Mai 1929 eingekleidet. Am 1. November 1931 legte er die ersten zeitlichen Gelübde ab. Dann begann er das Studium der Philosophie und Theologie am bischöflichen Priesterseminar von Brixen. Am 28. März 1937 weihte er sich endgültig Gott und der Mission, und am 29. Juni 1937 wurde er von Fürstbischof Dr. Johannes Geisler zum Priester geweiht.

Seine erste pastorale Erfahrung machte er in den Pfarreien der Diözese Brixen als Aushilfspriester, 1937 bis 1939. Dann wurde er nach Mellatz versetzt, wo er ebenfalls in der Pfarrseelsorge wirkte. Inzwischen war der zweite Weltkrieg ausgebrochen, und Pater Ludwig wurde im August 1941 zum Militär einberufen. Aus einigen Rundbriefen des Generaloberen Pater J. Deisenbeck an die Hausgemeinschaften geht hervor, dass Pater Ludwig als Sanitäter in Russland und in der Ukraine eingesetzt war. Im Mai 1945 geriet er in französische Kriegsgefangenschaft und wurde erst gegen Ende 1948 entlassen.

Pater Ludwig kehrte wieder nach Mellatz zurück und arbeitete ein Jahr lang als Haushilfspriester in den Pfarreien. 1949 wurde er nach Josefstal versetzt und wirkte dort bis 1953 besonders als Vikar von Eggenrot und von Geislingen/Nordhausen. 1953 kam er nach Bamberg, wo er bis zu seinem Tod ebenfalls seelsorglich tätig war, besonders in der Pfarrei St. Martin und als Katechet in verschiedenen Schulen der Stadt.

Im Mai 1962 musste er sich in Erlangen einer schwierigen Operation unterziehen. Er starb am 15. Dezember 1962 in Bamberg an einem heimtückischen Leiden, das er sich während der Kriegsgefangenschaft in Frankreich zugezogen hatte. Er wurde auf dem Friedhof in Bamberg beigesetzt.

R.I.P.

Pater Alois Eder