geboren am 21.10.1934 in Stillau/D
Zeitliche Gelübde: 10.05.1956
Ewige Gelübde: 07.03.1959
Priesterweihe: 29.06.1959
verstorben am 23.04.2009
beigesetzt in Ellwangen/D

Pater Konrad Lipp stammte aus Stillau/Tannhausen, Diözese Rottenburg-Stuttgart, und erblickte am 12. Oktober 1934 das Licht der Welt. Im April 1946 begann er in Josefstal/Ellwangen seine Ausbildung, da das Seminar Josefinum 1945 zerstört worden war. Nach dem Abitur 1954 begab er sich nach Bamberg ins Noviziat, das er am 5. Mai 1954 begann. Zwei Jahre später, am 10. Mai 1956, legte er die ersten Gelübde ab. Zum Studium der Philosophie und Theologie kam er nach Milland/Brixen und besuchte die Vorlesungen am Priesterseminar der Diözese. Am 7. März 1959 weihte er sich durch die ewigen Gelübde für immer Gott und der Mission. Am 29. Juni 1959 wurde er im Dom von Brixen durch Bischof Dr. Josef Gargitter zum Priester geweiht.

Nach dem Abschluss des Theologiestudiums im Juni 1960 erhielt er seine erste Missionsbestimmung und reiste im Dezember 1960 nach Südafrika aus. Gleich machte er sich ans Studium der englischen Sprache zuerst und dann der Zulusprache. Er wirkte hauptsächlich in den Pfarreien von Nelspruit, Bongani und später Maria Trost. Wegen gesundheitlicher Probleme kehrte er 1981 für kurze Zeit nach Deutschland zurück. Aber schon nach ein paar Monaten war er wieder in Afrika, und zwar diesmal in Kenia, da er als Gehilfe in den Werkstätten des neueröffneten Bruderzentrums von Gilgil angefordert worden war. Später zog er nach Mogotio, wo Pater Gerner als Pfarrer wirkte.

1986 kehrte Pater Konrad endgültig nach Deutschland zurück. Es hatten sich wieder die alten Gesundheitsprobleme psychologischer Art eingestellt. Einige Jahre verbrachte er im Missionshaus Josefstal und die letzten zehn Lebensjahre im Missionshaus von Ellwangen. In beiden Häusern bediente er die Pforte.

Er verschied am 23. April 2009. Pater Konrad hat seinen schwierigen Lebenslauf vollendet. Schon bald nach seinem Einstieg in die Missionstätigkeit in Afrika haben sich die ersten Schwierigkeiten eingestellt, die mehr oder weniger bis zu seinem Tod in Deutschland angedauert haben. Sein Lebensweg hat ihn „durch eine finstere Schlucht“ geführt. Der Tod hat ihm wieder die Tür zum Licht geöffnet, zum Licht Gottes. Dadurch ist es auch für ihn wieder und für immer hell geworden.

R.I.P.

Pater Georg Klose