geboren am 04.10.1902 in Aichkirchen/A
Zeitliche Gelübde: 11.05.1924
Ewige Gelübde: 03.05.1927
Priesterweihe: 29.06.1927
verstorben am 27.01.1953
beigesetzt in Premstätten/A

Pater Josef Watzinger war Österreicher, er stammte aus Aichkirchen/Oberösterreich und wurde am 4. Oktober 1902 geboren. Mit zwölf Jahren kam er nach Brixen/Milland und besuchte das Augustinergymnasium in der Stadt. 1922 schloss er mit der Matura das Studium ab.

Am 9. September 1922 begann er das Noviziat und beendete es am 9. September 1924 mit der Ablegung der ersten zeitlichen Gelübde. Anschließend besuchte er die Vorlesungen in Philosophie und Theologie am Priesterseminar von Brixen. Am 3. Mai 1927 weihte er sich Gott durch die ewigen Gelübde und wurde in Brixen am 29. Juni 1927 vom Fürstbischof Dr. Adam Hefter von Klagenfurt zum Priester geweiht.

Nach einem kurzen Einsatz in der missionarischen Bewusstseinsbildung in Brixen wurde Pater Josef 1928 nach Graz/Paulustorgasse versetzt, um von 1928 – 1930 im Knabenseminar der Kongregation das Amt eines Präfekten zu übernehmen. Das Haus wurde 1924 erworben. Nach zwei Jahren wurde er nach Milland zurückversetzt und zum Rektor und Propagandisten ernannt, 1930 – 1935. Von 1935 bis 1940 war er Rektor von Unterpremstätten, wohin das Seminar von Paulustor verlegt worden war. Denn 1931 verkaufte die Kongregation das Seminar in der Paulustorgasse und erwarb dafür den Edelsitz Premstätten bei Graz, der in Missionshaus Maria Fatima unbenannt wurde. 1940 wurde er zum Hausverwalter ernannt. Gleichzeitig arbeitete er in der Seelsorge und als Präfekt und als Missionsprediger.

1938 wurde Österreich dem Deutschen Reich angegliedert. Schon bald erschienen Mitglieder der Geheimpolizei vor dem Missionshaus, um das Haus nach Waffen zu untersuchen. Während der Generalsuperior Pater Musar zur Vernehmung herausgeholt wurde, verbrannte Pater Watzinger zusammen mit Pater Mönch einen Teil des Generalarchivs im Ofen. Man wusste von der Praxis in Deutschland, dass die Nationalsozialisten auch vertrauliche Sachen nicht respektierten. Dabei gingen sicher interessante Nachrichten der Kongregation verloren.

1939 wurden die ersten drei Mitbrüder nach Peru ausgesandt. Pater Josef Watzinger stand auch auf der Liste der möglichen Ausreisenden, denn am 23. September 1939 schickte der Bischof von Huánuco an das Außenministerium von Lima ein Gesuch mit der Bitte, Pater Josef Watzinger die Einreiseerlaubnis zu erteilen, um ihn im Priesterseminar von Huánuco anstellen zu können. Es kam aber nicht zur Ausreise. – Pater Josef verschied am 27. Januar 1953 im Grazer Landeskrankenhaus und wurde in Unterpremstätten beigesetzt.

R.I.P.