geboren am 21.02.1916 in Altkrautheim/D
Zeitliche Gelübde: 08.12.1939
Ewige Gelübde: 23.07.1949
Priesterweihe: 07.08.1949
verstorben am: 15.04.1992 in Mellatz/D
beigesetzt in Ellwangen/D

Pater Beck stammte aus Altkrautheim/Baden-Württemberg und kam am 21. Februar 1916 zur Welt. 1929 trat er ins Seminar von Ellwangen ein. 1937 begann er in Bamberg das Noviziat, wo er auch am 8. Dezember 1939 die ersten Gelübde ablegte. Schon nach einem knappen Monat wurde er 1940 zum Militär eingezogen. Aus zwei Rundbriefen des Generaloberen Pater Johann Deisenbeck an die Mitbrüder finden wir folgende kurze Nachrichten über Pater Beck: „Bis zum 6. Februar war er auf Erholungsurlaub daheim. Jetzt als Sanitäter ist er viel freier als früher, und gerne greift er in den freien Stunden zu einem theologischen Buch. Sonntags kommt er immer zur heiligen Messe in einem kleinen französischen Dorf.“ (15. Februar 1943).

Zitat aus einem Brief von Pater Beck an Pater Johann Deisenbeck: „Mir geht es immer noch gut. Wiederholt wurde ich in letzter Zeit versetzt von einer Einheit zur anderen, von einem Ort zum anderen. Liege jetzt wieder in Frankreich in einem kleinen Ort. Deutliche Spuren vom Krieg sind sichtbar. In der Kirche nisten sogar die Vögel; sie pfeifen und flattern umher im Kirchenschiff. Mit dem Geistlichen treffe ich öfters zusammen. Er hat fünf Kirchen zu betreuen. Zu meinem Erstaunen ist er ein sehr großer Tierfreund. Nicht weniger als neun Hunde besitzt er, schöne Jagdhunde. Er verkauft sie um gutes Geld“. (23. März 1943).

Am 17. November 1944 geriet er in Italien in Kriegsgefangenschaft und wurde in ein Kriegsgefangenenlager nach Ägypten gebracht, wie auch andere Mitbrüder. Erst am 22. März 1947 wurde er freigelassen. Gleich nahm er in Bamberg das Theologiestudium wieder auf, legte am 23. Juli 1949 die ewigen Gelübde ab und wurde am 7. August 1949 zum Priester geweiht.

Nach einem zweijährigen Einsatz in der Heimat reiste Pater Beck im Juni 1951 nach Südafrika aus. Dort hat er auf den Missionsstationen Maria Trost, Middelburg, Lydenburg und Carolina gewirkt. 1963 wurde er nach Deutschland versetzt. Bis 1977 arbeitete er in verschiedenen Pfarreien der Diözese Rottenburg-Stuttgart, zum Teil auch als Pfarrer. Von 1977 bis 1991 war er Pfarrverweser in Reichenbach. Er gehörte aber immer zu einer Hausgemeinschaft der Comboni-Missionare. 1990 zog er sich nach Josefstal zurück, wurde aber 1991 nach Mellatz versetzt, um in der Pfarrei Opfenbach mitzuarbeiten. Dort ereilte ihn am 15. April 1992 der Tod, nachdem er einen Herzinfarkt erlitten hatte. Er wurde nach Ellwangen überführt und im Stadtfriedhof beigesetzt.

Pater Josef war ein stiller, ruhiger und kluger Mann. Er liebte seine priesterlichen Einsätze. Nur schwer konnte er sich an den Ruhestand gewöhnen.

R.I.P.

Pater Alois Eder