geboren am 02.01.1889 in Laaber/D
Zeitliche Gelübde: 01.11.1913
Ewige Gelübde: 14.05.1916
Priesterweihe: 18.06.1916
verstorben am 26.01.1959
beigesetzt in Unterpremstätten/A

Pater Johann Schweiger kam in Laaber bei Regensburg/Bayern am 2. Januar 1889 zur Welt. Nach der Volksschule 1902 besuchte er das Gymnasium in Regensburg und Straubing und schloss das Studium mit der Matura ab. Er hatte den Einschluss gefasst, Missionar zu werden. 1911 trat er als Postulant in die Kongregation der Söhne des Heiligsten Herzens Jesu (später Comboni-Missionare) ein und wurde am 8. Oktober 1911 eingekleidet. Nach dem zweijährigen Noviziat legte er am 1. November 1913 die ersten zeitlichen Gelübde ab. Anschließend studierte er am bischöflichen Priesterseminar von Brixen Theologie. Am 14. Mai 1916 weihte er sich durch die ewigen Gelübde Gott und der Mission. Am 18. Juni 1916 wurde er von Bischof Merini OFMCap aus Bukarest zum Priester geweiht.

Es war die Zeit des ersten Weltkrieges. Auch Pater Schweiger wurde am 15. Mai 1915 einberufen und musste für ein paar Wochen als Krankenwärter im Reservelazarett in München arbeiten. Nach seiner Entlassung kehrte er nach Milland zu seinem Theologiestudium zurück. Er erlebte die schwierigen Nachkriegsjahre. Mit unermüdlichem Eifer sammelte er bei seinen Aushilfen in den Bergdörfern Südtirols Nahrungsmittel, um sie dann in schwerbeladenen Rücksäcken den darbenden Mitbrüdern von Milland zu bringen und so die dortige Not etwas zu lindern.

Im November 1923 wurde er nach Josefstal berufen, um im dortigen im Vorjahr eröffneten Seminar als Präfekt und Verwalter tätig zu sein. Wegen der hohen Inflation durften die Studenten die Unterhaltskosten nicht mit Geld zahlen, sondern mussten Naturalien abliefern wie Weizen, Roggen, Kartoffeln, Obst, usw. 1926 wurde in Ellwangen mit dem Bau des Seminars Josefinum begonnen. Pater Schweiger half mit unermüdlichem Eifer beim Bau und bei der Einrichtung des Hauses mit. Neben seinen vielen äußeren Tätigkeiten vernachlässigte er aber keineswegs seine Hauptaufgabe, nämlich die Studenten auf ihren missionarischen Beruf hin zu erziehen. Regelmäßig hielt er Ansprachen und nahm sich eines jeden auch in persönlichen Aussprachen an.

1927 wurde er im Amt des Präfekten in Ellwangen abgelöst und übernahm die Verwaltung des Hauses Ellwangen/Josefstal. 1928 wurde er zum Rektor von Josefstal ernannt. In die Periode seiner Amtszeit fiel der Um- und Anbau des Hauses. Das Vertrauen, das die Oberen in Pater Schweiger setzten, zeigte seine Ernennung zum Generalökonom der Kongregation im Jahre 1929, welches Amt er bis 1932 innehatte.

Vom Jahre 1933 an war er hauptsächlich als Spiritual tätig und zwar in Josefstal, Bamberg, Milland und Unterpremstätten. Anfang 1936 wurde er von der Gestapo für einige Tage in Schutzhaft genommen. In Bamberg war er ein gesuchter Beichtvater. Dort erlebte er auch den zweiten Weltkrieg mit all seinen Schrecken und Schikanen der Naziregierung. Während seiner letzten Krankheit in Unterpremstätten bat er um einen Stellvertreter für das Amt des Spirituals, damit die Gemeinschaft durch seine Krankheit keinen Schaden erleide. War dem Mitbruder bei so manchen Aufgaben kein Erfolg beschieden, aber von allen wurden sein redliches Bemühen um das Bessere und Vollkommenere, sein unermüdlicher Arbeitseifer, seine gewissenhafte Ausnützung der Zeit, seine brüderliche Hilfsbereitschaft, seine dienstbereite Sorge für die Kranken und Leidenden, seine bewundernswerte Liebe zur Armut und Einfachheit, seine Treue bis in den Tod überaus geschätzt und anerkannt.

Im Dezember 1958 begab er sich zu einer gründlichen Untersuchung ins Krankenhaus von Graz. Es wurde aber kein besorgniserregendes Gesundheitsproblem festgestellt. Aber doch fühlte er sich nie mehr richtig wohl. Am 2. Januar feierte er noch im Kreis seiner Mitbrüder seinen 70. Geburtstag. Überraschend ist er am 26. Januar 1959 gestorben. Er wurde im Ortsfriedhof beigesetzt.

R.I.P.