geboren am 14.11.1936 in Hüttlingen/D
Zeitliche Gelübde: 01.05.1959
Ewige Gelübde: 29.06.1962
Priesterweihe: 28.07.1963
verstorben am 07.09.1976
beigesetzt in Glen Cowie/RSA

Pater Hubert Heller wurde am 14. November 1936 in Hüttlingen/Baden-Württemberg geboren. Nach dem Studium und Abitur als Seminarist im Josefinum von Ellwangen begann er nach einer kurzen Postulatszeit am 30. Mai 1957 in Bamberg das Noviziat. Am 1. Mai 1959 legte er die ersten Gelübde ab. Im Bamberg studierte er an der theologischen Fakultät Philosophie und Theologie. Am 29. Juni 1962 legte er die ewigen Gelübde ab und wurde 28. Juli1963 in Bamberg zum Priester geweiht.

Er begann seinen Missionsdienst in unserem Seminar Unterpremstätten/Österreich und war fünf Jahre lang in der missionarischen Bewusstseinsbildung tätig. 1968 erhielt er Sendung nach Südafrika. Nach dem Sprachenstudium begann er seine Missionstätigkeit in der Diözese Lydenburg-Witbank. Nach kurzer Tätigkeit als Sekretär des Bischofs wurde er zum Rektor des Diözesanseminars für schwarze Studenten in Luckau ernannt. Während dieser recht schwierigen Aufgabe betreute er noch mehrere Außenstationen um Umkreis des Seminars.

Seit 1972 leitete Pater Hubert die größte Missionsstation der Diözese, Glen Cowie, das mitten im Gebiet des Bapedi-Stammes liegt. Zu dieser Station zählten verschiedene Schulen (vom Kindergarten bis zum Abitur), Mutterhaus und Noviziat der schwarzen Schwestern, ein Konvent der Loreto-Schwestern, ein großes Krankenhaus mit Krankenschwesternschule, außerdem eine Katechistenschule, Farm und Gärtnerei. Dazu kamen noch weit über zwanzig Außenstationen, die alle von Glen Cowie aus betreut wurden. Mit ungewöhnlicher Vitalität vollbrachte Pater Hubert eine bewundernswerte Leistung. Trotz der vielen und aufreibenden Verwaltungs- und Organisationsaufgaben dieser großen Station fand er Zeit für die Seelsorge und für die Leute, die ihn sehr liebten und verehrten.

Pater Hubert war ein Brückenbauer zwischen Schwarz und Weiß. Er verstand es sowohl mit den Schwarzen als auch mit den Weißen zu verhandeln und die Menschen aus christlicher Haltung heraus einander näher zu bringen. Er war seinen afrikanischen Seelsorgskindern nicht nur ein geistlicher Vater, sondern sorgte sich auch um ihr menschlich-leibliches Wohl. Er sah ihre große Not und sann auf Abhilfe. Er gründete das Entwicklungsprojekt „Ipopeng“ (Hilfe zur Selbsthilfe), das für die Leute auf verschiedene Weise Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten schaffen will. Ganz einfach, mit ein paar Näh- und Strickmaschinen, einfachen Schreinerarbeiten wurde das Projekt begonnen und steht noch mitten im Aufbau. Pater Huber war Leiter und treibende Kraft des Projektes.

Pater Hubert verlor sein Leben am 7. September 1976 auf der Fahrt zu einem Priestertreffen. Ein anderes Fahrzeug prallte frontal gegen den Wagen von Pater Hubert, der unmittelbar darauf seinen Verletzungen erlag. Er wurde ohne eigenes Verschulden in diesen tragischen Unfall verwickelt. Er ruht nun im Friedhof von Glen Cowie neben seinen verstorbenen Mitbrüdern.

R.I.P.

Pater Alois Eder