geboren am 01.02.1896 in Campill/I
Zeitliche Gelübde: 09.09.1924
Ewige Gelübde: 09.09.1927
verstorben am 27.09.1984
beigesetzt in Brixen/I

Bruder Ignaz Molling wurde am 1. Februar 1896 in Campill/Südtirol geboren. 1922 trat er in die Kongregation der Comboni-Missionare in Milland ein und begann im gleichen Jahr das Noviziat. Zwei Jahre später, am 9. September 1924, legte er die ersten und am 9. September 1927 die ewigen Gelübde ab. Die ganze Zeit bis zu seinem Tod am 27. September 1984 verbrachte und arbeitete er in Milland/Brixen. Er verschied dreizehn Tage vor seinem 60. Professjubiläum.

Bruder Ignaz hatte keine Berufsschule besucht, aber er war ein guter Handwerker, besonders ein exzellenter Mechaniker. Er wusste mit allem umzugehen, was mit Walzblech, Eisen, Kabel und dergleichen zu tun hatte. Er konnte aus allem etwas machen und alles gebrauchen: aus Blechdosen fertigte er Schalterdosen, aus Schuhnägeln Uhrzeiger, aus Teilen von abgestürzten Flugzeugen Schrotmühlen, Schwungräder und vieles andere. Seine Werkstatt glich einem Museum. Besonders aber war es die Uhr, die seine erfinderische Phantasie anregte. Er konnte Turmuhren, Wecker, Sonnenuhrzeiger, Sanduhren usw. herstellen. Jahrelang schlief er in seiner Werkstatt. Eine große Kiste diente ihm als Bett, die ihm untertags als Arbeitstisch diente. Zwischen seinen Schätzen war auch noch Platz für Arzneien, für allerlei Teesorten und Spritzen für seinen Dienst als Krankenwärter der Gemeinschaft. Den kranken Mitbrüdern gab er den Rat „zu beten, zu fasten und zu schwitzen“. Trotz seiner vielen Arbeit kümmerte er sich auch um die Nuss- und Kastanienbäume, bis er sich durch einen Sturz von einem Baum an einem Fuß schwer verletzte. Seit jenem Unfall hinkte er. Er war ein arbeitsfreudiger Mensch und ein vorbildlicher Ordensmann. Solange er sich bewegen konnte, kam er pünktlich in die Kapelle und zu den Essenszeiten. Er hatte ein großes Gottvertrauen und verehrte die Muttergottes. Obwohl er nie in die Mission ausgereist war, interessierte er sich immer für die Ereignisse der Kongregation und der Mission.

Während seiner letzten Lebensjahre konnte er sein Zimmer nicht mehr verlassen und musste viel leiden. Seit Jahren war er blind. Seine Nahrung waren Brot und Milch. Alle Mitbrüder haben seine Geduld bewundert. Seine Besucher ermahnte er, viel zu beten und Buße zu tun. Während seiner Krankheit wurde er von Mitbrüdern mit viel Liebe und Geduld gepflegt. Sein Beten und Leiden opferte er für die Bekehrung der Sünder und die Heiligung der Priester auf. Am 27. August 1984 verschied er im Missionshaus Milland. Er wurde im Ortsfriedhof von Milland neben seinen verstorbenen Mitbrüdern beigesetzt.

R.I.P.

Bruder Bruno Haspinger