geboren am 02.01.1897 in Taisten BZ/I
Zeitliche Gelübde: 09.09.1924
Ewige Gelübde: 09.09.1927
verstorben am 31.08.1962 in Badplaas/RSA
beigesetzt in Lydenburg/RSA

Bruder Gottfried Oberstaller stammte aus Taisten/Südtirol und wurde am 2. Januar 1897 geboren. Von Beruf war er Landwirt. Von 1915 bis 1918 nahm er als Kaiserschütze in Tirol am zweiten Weltkrieg teil. Am 1. März 1922 trat er in Milland als Bruderpostulant ein. Am 9. September 1922 begann er in Milland das Noviziat und legte zwei Jahre später am 9. September 1924 die ersten Gelübde ab. Drei Jahre später weihte er sich am 9. September 1927 Gott und der Mission durch die ewigen Gelübde.

Von 1922 bis 1934 arbeitete er als Koch in den Hausgemeinschaften von Milland, Graz und Ellwangen.1934 zog er mit den ersten zehn Studentennovizen in das neuerworbene Missionshaus St. Heinrich in Bamberg ein. Gerade in der schwierigen Gründungszeit des Hauses bewährte sich Bruder Gottfried nicht nur als guter Koch, sondern wie eine treu besorgte Mutter bemühte er sich auch um den nötigen Vorrat an Lebensmitteln und scheute auch nicht vor Bettelgängen zurück. Im gleichen Jahr erhielt er Sendung in die südafrikanische Mission.

Auch in Südafrika hat er sein Können als Koch und Gärtner in den Dienst verschiedener Missionsstationen gestellt: Glen Cowie, Middelburg, White River, Barberton, St. John’s Barberton, Belfast und Carolina. Er hat die Zulusprache erlernt, so dass er bei Gottesdiensten vorbeten und auch kurze Ansprachen halten konnte. Er half auch gerne in der Landwirtschaft mit und wagte sich sogar an Kirchenbauten heran. Während des zweiten Weltkrieges verbrachte auch er einige Zeit mit anderen Mitbrüdern im Internierungslager Andalusia/Südafrika.

Er verschied während des Kirchenbaus von Badplaas am 31. August 1962. Bischof Anton Reiterer berichtet darüber: „Leider konnte Bruder Gottfried Oberstaller die Einweihung der neuen Kirche in Badplaas im Februar nicht mehr erleben. Er hatte seinen ganzen Stolz, seine ganze Energie und Freude in diesen Bau hineingelegt. Eine anglikanische Frau hatte uns den Baugrund geschenkt, sodass wir die Kirche überhaupt bauen konnten. An jenem 31. August morgens befiel ihn während der Arbeit ein Unwohlsein. Er legte die Maurerkelle beiseite, setzte sich auf den Rasen und starb“.

Bruder Gottfried war durch seine Menschenfreundlichkeit und tätige Nächstenliebe bei allen sehr beliebt. In seinem Beruf war er tüchtig und vielseitig. Er war ein seeleneifriger und frommer Missionsbruder. (Text auf seinem Sterbebildchen).

R.I.P.