1. Mai 2026

Rund 170 Ordensoberinnen und -obere treffen sich vom 3. bis 6. Mai 2026 in Vallendar. Die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK), Dachorganisation der Ordensgemeinschaften in Deutschland, wurde vor 20 Jahren gegründet.

Vom 3. bis 6. Mai 2026 kommen rund 170 Äbtissinnen und Äbte, General- und Provinzoberinnen und -obere, Priorinnen und Prioren der Ordensgemeinschaften in Deutschland in Vallendar zur Mitgliederversammlung der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) zusammen.

Die DOK, die Dachorganisation der Ordensgemeinschaften in Deutschland, wurde vor 20 Jahren, am 8. Juni 2006, in der Erzabtei St. Ottilien nahe München gegründet – als Zusammenschluss von zuvor drei Ordensobernvereinigungen der Schwestern-, Priester- und Brüderorden. An dieses Ereignis erinnert die Mitgliederversammlung in einer Feierstunde am 4. Mai.

Vor zwanzig Jahren sagte der damalige Erzabt von St. Ottilien, Jeremias Schröder, in seiner Festansprache voraus, der Wandel, der vielen Gemeinschaften bevorstehe, sei schmerzhaft. Das „uralte Charisma des Ordenslebens“ selbst aber werde dadurch nicht beschädigt, im Gegenteil: „Wir erleben heute wieder, wie es sich neuen Erfordernissen der Welt und neuen Bedürfnissen der suchenden Menschen frisch öffnet“. Es sei eine der Aufgaben der neuen Konferenz, diesen Wandel zu gestalten. Jeremias Schröder – heute Abtprimas des weltweiten Benediktinerordens mit Sitz in Rom – wird Gast der diesjährigen Versammlung sein. Gemeinsam mit der Gründungsvorsitzenden der DOK, Sr. Aloisia Höing SMMP, und Provinzial Frater Rudolf Knopp OH wird er in einem Gespräch eine erste Bilanz der 20 Jahre ziehen. Auch Frater Rudolf war Mitglied des ersten DOK-Vorstands und ist es heute erneut.

Neben den Oberinnen und Oberen nehmen zahlreiche Gäste an der Tagung teil. Anwesend sein werden unter anderen Bischof Dr. Stefan Oster SDB sowie Sr. Lioba Rupprecht ISSM als Vertreterin der AG Säkularinstitute in Deutschland. Aus dem europäischen Ausland sind Sr. Marjolein Bruinen OP, langjährige Generalsekretärin der Union der Europäischen Konferenzen der Höheren Ordensoberen/innen (UCESM), P. Andy Givel SAC, Vorsitzender der Konferenz der Institute des geweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens in der Schweiz (KOVOS) und Simon Evers, Generalsekretär der Konferenz der Ordensleute in den Niederlanden (KNR) Gäste der Tagung.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung stehen die turnusmäßigen Wahlen zum Vorstand der Deutschen Ordensobernkonferenz an.

Zum Hintergrund der DOK-Gründung:

Zusammenschlüsse Höherer Ordensoberinnen und Oberen gab es in Deutschland bereits früher: 1898 kam es zu einem ersten Treffen der Oberen der missionierenden Ordensgemeinschaften. Daraus ging die „Superiorenkonferenz“ hervor, der erste Zusammenschluss dieser Art weltweit. Nach dem zweiten Weltkrieg stellte sie sich 1946 als Zusammenschluss der Höheren Oberen der Priesterorden und -kongregationen, der Vereinigung Deutscher Ordensobern (VDO), neu auf. 1957 folgte die Vereinigung der Ordensoberinnen Deutschlands (VOD) und 1958 die Vereinigung der Ordensobern der Brüderorden (VOB). Nachdem es im Vorfeld bereits vielfältige Zusammenarbeit der Vereinigungen gegeben hatte – etwa in Form der gemeinsamen Zeitschrift Ordenskorrespondenz und einer gemeinsamen Fortbildungseinrichtung – kam es nach einem mehrjährigen Prozess 2006 zur Gründung der gemeinsamen Konferenz DOK mit einem Generalsekretariat in Bonn.

Die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) vertritt die Interessen der Ordensgemeinschaften in Deutschland mit rund 8.800 Ordensfrauen und rund 3.000 Ordensmännern, die in etwa 1140 klösterlichen Niederlassungen leben.