29. Juni 2026

Mitte Juni hatte die Gottesdienst- und Weggemeinde Mellatz zu einer Fahrt nach Penzberg eingeladen, wo ein Besuch der dortigen Islamischen Gemeinde mit Imam Benjamin Idriz und eine Besichtigung der Moschee mit Frau Gönül Yerli (Islamwissenschaftlerin, Lehrerin und im Vorstand der Islamischen Gemeinde) auf dem Programm standen. Vorab konnten Interessierte sich im Rahmen der Mellatzer Gespräche mit dem Radiovortrag „Interreligiöser Dialog von Judentum – Christentum – Islam“ von Prof. em. Karl-Josef Kuschel (Tübingen) beschäftigen.

Im Rückblick schrieb Imam Benjamin Idriz von der Islamischen Gemeinde Penzberg: „Heute durften wir in der Penzberger Moschee eine große Besuchergruppe der Comboni-Missionare aus Mellatz begrüßen. Mit einem voll besetzten Bus kamen die Gäste zu einer Moscheeführung, um die Gemeinde kennenzulernen und mehr über den Islam und das muslimische Leben in Deutschland zu erfahren.

Im Anschluss an die Führung fand ein lebendiger Austausch statt. Dabei wurden zahlreiche Fragen zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, theologischen Themen sowie zu Fragen diskutiert, die von der Öffentlichkeit oft kontrovers behandelt werden. Die Gespräche waren geprägt von gegenseitigem Respekt, Interesse und dem Wunsch, einander besser zu verstehen.

Unsere Gäste zeigten sich beeindruckt von dem, was sie in der Penzberger Moschee erlebt und gehört haben. Mehrfach brachten sie ihre Wertschätzung für die Arbeit unserer Gemeinde zum Ausdruck. Sie betonten, wie wichtig Begegnungsorte wir die Penzberger Moschee für das friedliche Zusammenleben, den Abbau von Vorurteilen und die Stärkung des gesellschaftlichen Vertrauens sin. Solche Gemeinden, so ihre Rückmeldung, seien ein wichtiger Beitrag zur Verständigung und Aufklärung in unserer Gesellschaft.

Nach der Moscheeführung und dem gemeinsamen Gespräch wurde die Begegnung bei einem Mittagessen in Restaurant Maida fortgesetzt. In einer herzlichen Atmosphäre konnten die Gespräche vertieft und persönliche Kontakte geknüpft werden. Die Gäste verabschiedeten sich mit großer Zufriedenheit und vielen guten Wünschen für die Zukunft unserer Gemeinde.

Solche Begegnungen sind von unschätzbarem Wert. Sie schaffen Vertrauen, bauen Brücken und zeigen, dass Dialog und persönliches Kennenlernen der beste Weg sind, Vorurteile zu überwinden und ein friedliches Miteinander zu fördern.“