20. Mai 2026

Fünf Tage voller Diskussionen, Gottesdienste, Begegnungen und Gespräche beim Katholikentag in Würzburg sind zu Ende gegangen.

Der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg ist am Sonntag, den 17. Mai 2026 zu Ende gegangen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer, rief die Christinnen und Christen dazu auf, im Vertrauen auf Gott in die Welt hinauszugehen, um zu handeln und um Brandherde zu löschen. Eine Kirche, die dies tue, werde vielleicht müde, vielleicht auch angegriffen und missverstanden – „aber sie wird leuchten“. Konkret nannte er den Sudan, wo derzeit die größte humanitäre Katastrophe der gegenwärtigen Zeit zu erleben sei. 33 Millionen Menschen seien auf Hilfe angewiesen, rund zwölf Millionen auf der Flucht. „Zahlen, die uns nicht kaltlassen dürfen. Zahlen, die ein Gesicht haben. Ein Kind. Eine Mutter. Ein alter Mann.“

Wilmer bezeichnete in seiner Predigt, die mehrfach von Applaus begleitet wurde, Papst Leo XIV. als einen unerschrockenen Anwalt des Friedens. „Auch dann, wenn die Mächtigen dieser Welt versuchen, ihn lächerlich zu machen.“ Christsein aber heiße, sich nicht einschüchtern, sondern Gottes Friedensliebe aufleuchten zu lassen. Feuer des Krieges sollten sich in Friedenslichter wandeln. „Die Welt brennt. Ja. Aber sie ist nicht verloren. Denn Gott schenkt uns die Kraft, Geduld und Ausdauer. Also: Wartet nicht. Zögert nicht. Schaut hin. Packt an. Geht los,“, sagte der Bischof und zitierte zum Abschluss noch einmal das Katholikentags-Motto aus dem Markus-Evangelium „Hab Mut, steh auf!“.

Wir Comboni-Missionare haben am Stand auf der Kirchenmeile zusammen mit den Comboni-Laien-Missionaren zum Gespräch über missionarische Themen unserer weltweiten Kirche eingeladen. Diese Gelegenheit zum Wiedersehen und Sich Vernetzen wurde von zahlreichen Freunden und Freundinnen der Comboni-Familie sowie von vielen neugierigen Passanten genutzt.

Zum Motto „Hab Mut, steh auf!“ hatten die Comboni-Laien in ihrem globalen Netzwerk diverse Statements gesammelt und die Passanten am Comboni-Stand eingeladen, ihre Mut-Machenden-Erfahrungen ebenfalls zu teilen. Ein „Steh-Auf-Mensch-lein“ wurde gebastelt, das symbolisch dafür steht, dass wir eine innere Kraft haben, die uns Mut macht und Aufstehen lässt. Zudem wurde ein „Mutmach-Büchlein“ für Familien zusammengestellt und an Interessierte verschenkt.

Die Comboni-Laien-Missionare haben ebenso ein Abendgebet zusammen mit der Evangelischen Christus-Gemeinschaft in der Erlöser-Kirche gestaltet, das die geistliche Dimension unsres Wirkens betonte.

Pater Gregor Schmidt, der Comboni-Provinzobere im Südsudan, war zum Gesprächsforum mit dem bayrischen Innenminister, Joachim Hermann, zum Thema „Asyl und Flüchtlingspolitik“ eingeladen und hat die Situation von Flüchtlingen im Südsudan anschaulich zu Wort gebracht.

  1. Günther Hofmann, mccj