Löwenzahnwiese und das Daniele Comboni EineWeltHaus in Mellatz
Nach der Matura erkrankte ich an Gehirnhautentzündung. Die rechte Körperseite war vom Kopf bis zum Fuß gelähmt. Die Sprache hatte ich vollständig verloren. Was man mir sagte, vergaß ich gleich wieder. Ich musste mich pflegen lassen wie ein kleines Kind. Was das für einen jungen Menschen bedeutet, kann sich jeder vorstellen.
Und dann die Fragen, auf die ich keine Antwort fand: Warum hat Gott gerade mir diese Krankheit geschickt? Warum wollte er nicht, dass ich Missionar werde? An diesen Fragen habe ich innerlich mehr gelitten als an meiner körperlichen Krankheit. Nur sehr langsam ging es mir etwas besser, ich lernte mit der linken Hand schreiben und mit dem Stock gehen.
In Lourdes trug ich der Gottesmutter die Bitte vor, sie möge mir von Christus die Gnade erflehen, körperlich ganz gesund zu werden. Aber das große Wunder, das an mir geschehen ist, war, dass ich gelernt habe, die Krankheit mit all ihren Folgen geduldig zu tragen.
Ich bin ganz ein Spielzeug in der Hand Gottes, mit dem er tun kann, was ihm gefällt. Er allein weiß, warum ich krank geworden bin. Sein Wille geschehe.
Bruder Johannes Valentini aus Südtirol konnte wegen einer schweren Erkrankung nicht Priester werden. 1968 begann er seine Arbeit in Mellatz im Missionsbüro und übernahm 1977 auch den Dienst an der Pforte. Inzwischen lebt er in Ellwangen.