geboren am 18.07.1875 in Partschins-Tirol/A
Zeitliche Gelübde: 13.10.1897
verstorben am 28.02.1899
beigesetzt in Verona/I

„Der Scholastiker Gstrein Jakob, der, wie Sie wissen, an Tuberkulose leidet, fühlt sich etwas besser. Der Arzt bezeichnete seinen Zustand als hoffnungslos, aber wer weiß, ob die Gebete die Hand Gottes nicht bewegen. Er ist ein so guter junger Mann, dass er, menschlich gesprochen, ein Wunder verdient: Afrika braucht Heilige! Wir wollen hoffen.“ (Aus einem Brief von Pater Federico Vianello an Mons. Roveggio/Verona, 17. Oktober 1898).

Am Abend des 28. Februar ist im Mutterhaus von Verona das Leben eines lieben Menschen zu Ende gegangen. Der Sch. Jakob Gstrein hat uns im blühenden Alter und angesichts einer hoffnungsvollen Zukunft verlassen, um sich in die ewige Heimat zu begeben.

Er wurde am 8. Juli 1875 in Partschins in Tirol geboren und war noch nicht 24 Jahre alt. Er war im Juli 1895 in unsere Kongregation der Söhne des Heiligsten Herzens eingetreten. Von allem Anfang an hat er seine Mitbrüder mit seinem sanften und gütigen Wesen, mit seiner Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit beeindruckt. Nachdem er am 13. Oktober 1897 seine Gelübde abgelegt hatte, zeigten sich jedoch bald die Symptome seiner Krankheit, die auch heute noch der ärztlichen Kunst widerstehen. Über ein Jahr hat er geduldig und ergeben die Schmerzen seiner Krankheit ertragen. Obwohl er die goldenen Träume seines jungen Alters und das sehnsüchtig angestrebte Ziel, das geliebte Afrika, dahinschwinden gesehen hat, opferte er mit einem Lächeln auf den Lippen Gott sein Leben für die Afrikaner auf. Oh edle Seele, bete vom Himmel aus für deine lieben Afrikaner. Bete für deine Mitbrüder, die in diesen Stunden um dich trauern, die so dringend junge und eifrige Heilige brauchen, die ihre Reihen für die großen Eroberungen auffüllen, die dein Sterben hinterlassen hat. Erbitte vom Herrn vom Himmel aus viele und mutige Missionare, damit sich die Leere, die durch deinen Tod unter uns entstanden ist, wieder füllt. Lieber Leser, wir bitten dich um ein Gebet für unseren lieben Verstorbenen.   (Nigrizia, März 1889, S. 44-45)

R.I.P.