geboren am 15.03.1861 in Wien/A
Priesterweihe: 1887
verstorben am 28.06.1939
beigesetzt in Helouan/EG

Geboren am 15. März 1861 in Wien, also am 30. Geburtstag Combonis, trat er 1878 in Verona ein. Von Comboni erhielt er noch die sogenannten niederen Weihen und 1887 von Sogaro die Priesterweihe. Titz gehörte zu denen, die still und solide im Hintergrund wirken. In einem Manuskript mit Kurzbiografien der Mitarbeiter Combonis wird er als „Vir simplex in quo dolus non est“ (Ein einfacher Mann, in dem keine Falschheit ist) beschrieben, als „gebildeter, distinguierter Wiener. Er sprach neben seiner Muttersprache sehr gut französisch, italienisch, spanisch, englisch und arabisch. Er hatte ein Talent, sich Freunde zu machen.“ „Alle“, heißt es weiter, „schätzten ihn und hatten ihn gern, denn sein Wesen war von einer kristallinen Einfachheit“.

Als Comboni starb, studierte Titz noch in Verona. Als Titz Priester wurde, war der Sudan bereits unter der Herrschaft des Mahdi. Er arbeitete von 1887 bis 1915 als Seelsorger in Suakin am Roten Meer, in Gesira und vor allem in Heluan. Während des Ersten Weltkriegs musste Titz den Sudan verlassen. Er ging nach Spanien als Erzieher und Sprachlehrer der Kinder einer befreundeten Familie. 1921 kehrte er nach Heluan in Ägypten zurück. Dort starb er am 28. Juli 1939.

R.I.P.

Pater Alois Eder