geboren am 28.11.1892 in Altkrautheim/D
Zeitliche Gelübde: 09.09.1920
Ewige Gelübde: 08.06.1923
Priesterweihe: 29.06.1923
verstorben am 18.01.1973
beigesetzt in Ellwangen/D

Pater Alfred Stadtmüller wurde in Altkrautheim/Baden-Württemberg am 28. November 1892 geboren. Im Jahre 1905 kam er nach Milland/Brixen, wo er nach Abschluss seiner Gymnasialstudien 1913 das Noviziat beginnen konnte. Noch während dieser Probezeit musste er wegen Kriegsausbruch 1914 zum Sanitätsdienst. Gegen Ende des Weltkrieges geriet er in Gefangenschaft und konnte deshalb erst 1919 seine Priesterausbildung wieder aufnehmen. Er kehrte nach Milland zurück, um das Noviziat zu vollenden. Am 9. September 1920 legte er die ersten zeitlichen Gelübde ab. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie am Priesterseminar von Brixen wurde er am 29. Juni 1923 von Fürstbischof Johannes Raffl zum Priester geweiht.

Nach einem Jahr als Präfekt der Zöglinge in Milland kam er nach Josefstal, um dort das „Werk des Erlösers“ aufzubauen, eine Aufgabe, die er mustergültig meisterte. In seiner Einfachheit und Bescheidenheit hat er nie ein Aufheben gemacht von den vielen Strapazen, die das viele Fahren mit Motorrad und später mit einem Kleinauto Sommer wie Winter, zur Tag- und Nachtzeit mit sich brachten. 1932 übernahm er das Amt des Generalökonoms, das er mehr als dreißig Jahre innehatte. 1938 wurde er auch noch zum Rektor von Josefstal ernannt.

Die Zeit des Dritten Reiches brachte ihm eine längere Untersuchungshaft in Ellwangen ein. Mit Gelassenheit und Gottvertrauen hat er diese und andere Schwierigkeiten getragen. 1950 übernahm er als Pfarrverweser die Pfarrgemeinde Hohenberg für 22 Jahre bis kurz vor seinem Tod. Unermüdlich war sein Eifer und unerschöpflich schienen seine Kräfte, mit denen er sich einsetzte für Kirche und Kongregation, für die Menschen in Heimat und Mission.

Durch seine Predigten hat Pater Alfred in vielen Pfarreien die Missionsverantwortung geweckt und zu aktivieren gewusst. In der Diözese Rothenburg/Stuttgart war der „Barbarossa von Josefstal“ als zuverlässiger Helfer in der Seelsorge sehr bekannt geworden.

Im November 1972 setzte er selber den Termin der Niederlegung aller Arbeiten fest, da er spürte, dass seine Kräfte immer mehr nachließen. Eine Woche vor seinem Tod konnte er nicht mehr zelebrieren. Wegen großer Fußschmerzen wurde Pater Alfred am 16. Januar ins Krankenhaus von Ellwangen eingeliefert. Dort verschied er am 18. Januar 1973 unverhofft schnell. Wir empfehlen den Verstorbenen dem liebenden Gedenken seines weiten Bekanntenkreises im Gebet.

R.I.P.