geboren am 19.02.1920 in Bruneck/I
Zeitliche Gelübde: 02.02.1955
Ewige Gelübde: 02.02.1961
verstorben am 01.09.1985 in Verona/I
beigesetzt in Limone/I

Bruder Hermann Hochgruber kam in Bruneck, Diözese Bozen-Brixen, am 19. Februar 1920 zur Welt. 1952 bat er im Missionshaus Milland um Aufnahme als Bruderpostulant. Er hatte diesen Entschluss gefasst, nachdem ein Missionar von Milland in seiner Heimatpfarrrei eine Missionspredigt gehalten hatte. Ein Jahr später begann er in Josefstal das Noviziat und legte am 2. Februar 1955 die ersten zeitlichen Gelübde ab. Am 2. Februar 1961 weihte er in Josefstal sein Leben durch die ewigen Gelübde Gott und der Mission.

Er hat sein ganzes Leben als Brudermissionar in Europa verbracht. In verschiedenen Häusern der Provinz hat er hauptsächlich in der Landwirtschaft mitgearbeitet, und zwar in Mellatz, Josefstal und Graz. Auf eigenen Wunsch wurde er 1984 nach Limone versetzt und dem Kuriendistrikt eingegliedert. In Limone ging er gleich an die Arbeit und machte sich nützlich im Haus, aber besonders im Garten und um das Haus herum. Er fühlte sich dort sehr wohl.

Ganz unerwartet machte sich aber eine unheilbare Krankheit bemerkbar. Es war zu spät, ihn zu operieren. So lange es ging, machte er seine Arbeiten weiter. Eine Woche nach der versuchten Operation machte er sich schon wieder an die Arbeit. Den Mitbrüdern, die meinten, er solle sich schonen, gab er zur Antwort: „Der Magen ist krank, meine Hände sind noch kräftig“. Als er sich bereits im Krankenzentrum von Verona befand, wollte er noch einmal nach Limone fahren. Dort angekommen, zog er seinen Talar an und ließ sich bei Combonis Geburtshaus fotografieren, um seine Präsenz in Limone zu verewigen.

Seine letzten Monate waren ein sehr schmerzhafter Kreuzweg. Seine Kräfte ließen zusehends nach, und er sah selber bald ein, dass keine Aussicht auf Besserung mehr bestand. Er verschied in großer Gelassenheit und bei vollem Bewusstsein und ertrug mit viel Geduld die heftigen Schmerzen bis zum letzten Atemzug. Er erlag seinem Krebsleiden (Magenkrebs) am 1. September 1985 im Krankenzentrum der Comboni-Missionare von Verona und wurde auf persönlichen Wunsch hin im Friedhof von Limone beigesetzt.

Bruder Hermann war ein stiller und zurückgezogener Mensch. Sein Leben war nicht leicht, auch weil er oft nicht den Mut fand, seine Wünsche zu äußern. Sein Leben, das er in Treue gelebt hat, und die viele und bescheidene Arbeit, die er in den einzelnen Hausgemeinschaften verrichtet hat, haben sicher die Missionsarbeit der Kongregation befruchtet.

R.I.P.