geboren am 06.05.1911 in Grossnottersdorf/D
Zeitliche Gelübde: 03.10.1932
Ewige Gelübde: 03.10.1938
verstorben am 23.04.1985 in Pöcking/D
beigesetzt in Ellwangen/D

Bruder Alfons Wechsler wurde am 6. Mai 1911 in Grossnottersdorf in Bayern geboren. 1930 trat er als Bruderpostulant in Milland ein, wo er noch im selben Jahr das Noviziat begann. Er legte am 3. Oktober 1932 die ersten Gelübde ab und am 3. Oktober 1938 die ewigen. Nach der ersten zeitlichen Profess wurde er nach Bad Mergentheim versetzt und diente der Gemeinschaft fünf Jahre als Koch. Während des zweiten Weltkrieges wurde er zum Militärdienst eingezogen, kehrte aber heil und gesund zurück. Von nun an stellte er sein ganzes Leben in den Dienst der Heimatprovinz und war als Koch in den Hausgemeinschaften von Ellwangen, Bad Mergentheim, Brixen, München-Bogenhausen und Pöcking tätig. In der Pfarrei St. Rita/München versah er auch den Mesnerdienst in der Pfarrkirche. Von 1981 bis zu seinem Tod war er Mitglied der Hausgemeinschaft von Pöcking, wo damals der Provinzobere residierte.

Der Leben von Bruder Alfons ist sehr einfach verlaufen. Tag für Tag erfüllte er treu seine Pflichten. Er war ein Mann von starkem Glauben und echter Nächstenliebe. Er hat die Haltung Jesu voll verwirklicht: „er kam nicht, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen“. Es gehörte zu seiner Wesensart, anderen zur Verfügung zu stehen. Für sich selbst machte er keine Ansprüche geltend, sondern war ständig bemüht, seine Mitbrüder zufriedenzustellen. Er verweigerte nie eine Arbeit, vielmehr war er Tag und Nacht zu helfen bereit.

Bruder A1fons betete viel, insbesondere für die Kongregation, für deren Fortgang er sich immer interessierte. Er hat sich stets mit ihr identifiziert. Mancher Wandel in der Kirche hat ihm nicht gefallen, aber er hat darüber nie seine frohe Gelassenheit verloren. Bruder Alfons zeigte immer ein frohes Gesicht. Sein ganzes äußeres Auftreten und Benehmen waren Ausdruck seines kindlichen Glaubens, seiner tiefen Nächstenliebe. Er hat sich selbst nie zu ernst genommen. Über sein ständiges Fußleiden hat er nie geklagt. Obschon er nie in der Mission war, hat er mit seinem Gebet, seiner Treue und seinem Dienst, der keine Grenzen kannte, ohne Zweifel zur Evangelisierung der Völker einen ganz großen Beitrag geleistet. Bis zwei Wochen vor seinem Tod hat er gearbeitet.

Am 3. April erlitt Bruder Alfons einen Gehirnschlag. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, verlor aber noch am selben Tag das Bewusstsein, das er nicht mehr wiedererlangte. Er starb am 23 April 1985 im Krankenhaus von Pöcking.

Wir wollen Gott für diesen Mitbruder und sein vorbildliches Beispiel brüderlichen Dienstes danken, in der sicheren Hoffnung, dass sein Lohn im Himmel groß sein wird.

R.I.P.

Bruder Rudolf Olbort