geboren am 08.05.1918 in Zaisenhausen/D
Zeitliche Gelübde: 28.05.1939
verstorben am 12.10.1943
beigesetzt in Russland

Bruder Alfons Hemmer wurde am 8. Mai 1918 in Zaisenhausen/Baden-Württemberg geboren. Im Alter von fünfzehn Jahren kam er am 28. Januar 1933 als Bruderzögling ins Missionshaus Mellatz. Am 1. September 1936 wurde er in Josefstal ins Postulat aufgenommen und am 4. Juni 1937 begann er dort das Noviziat. Am 28. Mai 1939 legte er die ersten zeitlichen Gelübde ab.

Während der Zeit von seinem Eintritt 1933 bis zum Beginn des Noviziats 1937 arbeitete er in der Landwirtschaft von Mellatz mit und erwarb sich die entsprechenden Kenntnisse für die Gesellenprüfung in diesem Beruf. In Josefstal begann er, sich für die Gesellenprüfung im Schusterhandwerk vorzubereiten.

Nach einem knappen halben Jahr als Missionsbruder in Josefstal wurde er am 10. Januar 1940 zum Militärdienst einberufen. Er wurde an der Ostfront eingesetzt und mit der Ostmedaille ausgezeichnet. Im März 1943 kam er auf Erholungsurlaub. Auf dem Rückzug von Russland erkrankte er in Rostow an Rheuma und landete schließlich in einem Militärlazarett in der Pfalz. Nach zwei Wochen wurde er bereits entlassen. Am 12. Oktober 1943 geriet er schwer verwundet in russische Hände, achtzig Kilometer südöstlich von Kiew/Ukraine. Seitdem gilt er als vermisst.

Aus einem Rundbrief des Generaloberen Pater Johann Deisenbeck vom 27. Dezember 1943: „Wie ein bitterer Wermutstropfen fiel die Kunde von unserem lieben Mitbruder Alfons Hemmer in unsere Adventsstimmung. Der Herr weiß um sein Schicksal. Sollte Bruder Alfons den letzten Kampf bereits gekämpft haben, so ist dieser Verlust wieder schmerzlich. Sein und aller unserer gefallenen Mitbrüder Blut muss und wird befruchtend wirken für das Gottesreich.“

R.I.P.

Pater Alois Eder