Bruder Hans Eigner baut in Bentiu (Südsudan)

Es fehlt an allem
Die im Jahr 2024 neu gegründete Diözese ist mit 38.000 Quadratkilometern fast so groß wie Baden-Württemberg. sie liegt im äußersten Norden des Südsudan und grenzt an den Sudan. Von den etwa 1,2 Millionen Einwohnern der Diözese sind gut die Hälfte Katholiken in nur sieben Pfarreien. Die Region ist besonders stark vom Klimawandel betroffen. Neben extremer Dürre kommen in der Regenzeit Überschwemmungen dazu, die auch wegen des schlechten Wassermanagements der Staudämme im Norden die Existenzen der Bewohner zerstören. Landwirtschaft ist dadurch kaum möglich. Durch den Bau von Dämmen versuchen die Menschen in der Region, sich vor den Überschwemmungen zu schützen.
Die Auswirkungen der Bürgerkriege führen dazu, dass sich in der Region viele Flüchtlinge sowohl aus dem Südsudan als auch dem Sudan befinden.
Bruder Hans Eigner
Seit September 2025 ist Bruder Hans im Südsudan im Einsatz. Schon von 2014 bis 2017 baute er in der Nähe der Hauptstadt Juba ein Friedens- und Traumazentrum auf. Bruder Hans ist Bauingenieur und stammt aus Laibstadt bei Hilpoltstein. Sein Mitbruder Christian Carlassare arbeitet seit 20 Jahren im Südsudan und wurde im Juli 2024 zum Bischof der neuen Diözese ernannt. Er bat Bruder Hans, ihm beim Aufbau der Diözese zu helfen.
Bau einer Schule
Als erstes wird eine Schule für rund 1000 Schülerinnen und Schüler gebaut. Bisher lernen sie auf dem kleinen Gelände der Pfarrei unter Bäumen oder Wellblechdächern. Baumaterial wie Sand, Schotter und Zement sind jedoch sehr teuer. Da der Baugrund und die Materialbeschaffung nicht einfach sind, hat sich Bruder Hans bereits in Deutschland mit der Lehmbauweise beschäftigt. Erste Geräte, wie einen Betonmischer, Schweißgeneratoren und einen Erdbohrer konnte er schon vor seiner Ausreise organisieren. Auch eine einfache Unterkunft für den Bischof und sein Team hat er errichtet. Die Erfahrungen aus den ersten Baumaßnahmen helfen bei der Entwicklung der zukünftigen Bauweise für noch fehlende diözesane Gebäude.

Wasserversorgung
Die Verbesserung der Wasserversorgung gehört zu den dringend notwendigen Maßnahmen. Durch die Überschwemmungen wurden auch viele Ölquellen überflutet, so dass gefährliche Chemikalien ins Wasser gelangen.
Friedensarbeit
Bischof Christian muss viel Aufbauarbeit in der neuen Diözese leisten. Die wenigen Priester sind auf die Hilfe der Katecheten und Laienmitarbeiter angewiesen, die das Rückgrat der christlichen Gemeinden bilden.