UNO: Zahl der Hungernden gestiegen

Die Zahl der Hungernden auf der Welt ist im vergangenen Jahr um elf Prozent gestiegen. Das geht aus einem am Freitag vorgestellten Bericht der Vereinten Nationen hervor. In absoluten Zahlen leiden 815 Millionen Menschen an chronischem Hunger, das sind 38 Millionen mehr als im Vorjahr. Die UNO verzeichnet damit eine Trendumkehr, in den Jahren davor war der Hunger zurückgegangen. Das Mehr an Hungernden beruht zum Großteil auf Negativentwicklungen in Afrika. Die Zahlen seien „niederschmetternd“ angesichts globaler Rekordernten und Höchstständen bei Nahrungsmittelvorräten, sagte Philipp Mimkes, Geschäftsführer der Menschenrechtsorganisation FIAN. Einmal mehr zeige sich, dass Hunger „meist nicht in geringen Produktionsmengen begründet liegt, sondern in Ungleichheit, Diskriminierung und Armut“. (pm)

2017-09-18T18:54:15+00:00