Lichterkette für Menschenrechte

Jedes Jahr feiern Menschen auf der ganzen Welt am 10. Dezember den „Tag der Menschenrechte“. An diesem Tag denken sie an die zivilisatorische Leistung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, jedem Menschen auf der Welt die gleichen Rechte zuzugestehen und diese zu verschriftlichen. Gleichzeitig erinnern sie aber auch daran, dass die Menschenrechte immer noch in keinem Land der Welt für alle Menschen vollkommen durchgesetzt werden.

Auch im Stadtteil Gleißhammer in Nürnberg sind am Sonntag viele Menschen vor der Kirche St. Kunigund zusammengekommen, um die Menschenrechte zu feiern und ihre Durchsetzung anzumahnen. In Form einer Lichterkette aus Menschen und Kerzen setzten die Menschen ein Zeichen für Mitmenschlichkeit, Toleranz und gegenseitigen Respekt. Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Schulleiter der Scharrerschule, Markus Phillip. Danach sprach Pater Roberto Turyamureeba über die Entstehung der Menschenrechte und machte deutlich, dass diese für viele Menschen auf der Welt noch nicht gelten – auch in seinem Heimatland Uganda nicht. Mit einem Gedicht und Liedern beteiligte sich die SchülerInnen Vertretung der Scharrerschule.

Nach diesem kleinen Kulturprogramm begaben sich die Menschen in die Scharrerstraße, wo sie zunächst einen Kranz für Ismael Yasar, der vor gut zehn Jahren in dieser Straße vom NSU ermordet und so seinem Recht auf Leben beraubt worden war, niederlegten und sich in einer langen Reihe zu einer Lichterkette zusammenschlossen. Diese sollte für alle sichtbar machen: wir stehen für die Menschenrechte ein und arbeiten daran, dass diese umgesetzt werden – für alle Menschen!

Es gab dann noch die Möglichkeit, sich in der Kirche St. Kunigund eine Fotoausstellung anzuschauen, in der SchülerInnen der Scharrerschule verschiedene Menschenrechte interpretieren und darstellen. Außerdem konnte man bei einem heißen Kinderpunsch verweilen und mit den anderen Menschen ins Gespräch kommen – ein Angebot, das bei dem kalten und verschneiten Wetter gern von vielen angenommen wurde.

Der Arbeitskreis „Kinder im Stadtteil“ (AK KidS), in dem sich auch die Comboni-Missionare engagieren, hat die Veranstaltung organisiert.

Die Fotos wurden von Andre Thieme gemacht und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

2017-12-12T09:52:12+00:00