Dezember 2019 – Bruder Günther Nährich

Eine glückliche Mutter mit ihrem neugeborenen Baby

Auch heute Früh, beim Vorbeigehen an der Entbindungsstation, hörte ich den befreienden Schrei eines Babys, das kurz zuvor geboren wurde. Dann die Freude der Mutter und die kompetente und einfühlsame Hebamme mit ihrem Lächeln. Ja, es ist gut, wenn die Mütter zur Entbindung ins Krankenhaus kommen. Im Jahr verzeichnen wir in Matany an die 1.100 Entbindungen, davon fast 1/3 mittels Kaiserschnitt. Das Krankenhaus hat einen guten Ruf, und von weither kommen die Frauen zum Entbinden. . In den letzten Jahren ist die Zahl der Schwangerenvorsorgeuntersuchungen stetig gewachsen. Allerdings gehen weniger als 50% der Frauen zur Geburt ins Krankenhaus, die Säuglingssterblichkeit ist sehr hoch (66 von 1.000 Geburten).

Jährlich werden 15-20 Hebammen ausgebildet, die rasch einen Arbeitsplatz finden. Sie haben ihren Beruf gewählt haben, weil sie Frauen während dieses besonderen Lebensabschnitts einer Schwangerschaft begleiten möchten und ihnen auch Sicherheit und Vertrauen geben möchten. Das ist wohl die beste Voraussetzung, um gleichzeitig für mindestens zwei Menschenleben da sein zu dürfen.

Bruder Günther Nährich aus Bopfingen arbeitete in der Deutschsprachigen Provinz (DSP) und in Uganda. Ab 2003 war er Missionsprokurator in Ellwangen. Seit 2009 leitet er das Krankenhaus von Matany im Nordosten von Uganda.

2018-06-20T11:01:26+00:00