Frauengruppe in Matany / Uganda

 

Kleine Kredite helfen zur Selbsthilfe

Die “Ekal Ngolo Ka-Akuj” Frauengruppe in Matany/Uganda wurde im vergangenen Jahr von unserem ugandischen Mitbruder, Pater John Bosco Mubangizi, ins Leben gerufen.

Hintergrund

Die Initiative ist die Antwort auf die extrem hohe Armut in dieser Region. Die dort lebenden Karamojong sind Semi-Nomaden, also Viehhirten, die auch begrenzt Landwirtschaft betreiben. Die Frauen spielen in diesem Gesellschaftssystem eine untergeordnete Rolle. Von daher versteht sich das Projekt als Beitrag, die Stellung der Frauen aufzuwerten.

Programm

Das Programm umfasst einen Katalog von Aktivitäten. Neben der Verbesserung der landwirtschaftlichen Praktiken sowie des Verkaufs landwirtschaftlicher Produkte auf den Märkten, werden Mini-Kredite an Frauen zur Eröffnung von Kleingeschäften vergeben. Mit diesen Geldern können diese Frauen kleinere Läden eröffnen. Diese Kredite werden von Spenden gespeist und bei erfolgreicher Geschäftstätigkeit von den Frauen ratenweise zurückgezahlt. Außerdem bietet das Projekt im Laufe der nächsten drei Jahre neben allgemeiner Beratung, Trainingskurse für Buchführung, Nutztierhaltung, Ackerbaukunde, Geflügelhaltung, Imkerei u.a.m.

Perspektive

In dieser äußerst benachteiligten Region verspricht man sich von diesen Projekten eine nachhaltige positive Veränderung  für die dort lebenden Menschen. Armut, niedriges Bildungsniveau, Alkoholismus, häusliche Gewalt und die hohe Abwanderung  vor allem von Jugendlichen, prägen in vielen Fällen den Alltag. Ein Team von 28 Frauen und einigen männlichen Katechisten besuchen dreimal wöchentlich die verschiedenen Zentren um die Menschen für eine Umbildung der sozialen Verhältnisse zu sensibilisieren. Diese Erziehungshilfen finden dann ihren praktischen Anreiz in den Selbsthilfeprojekten.

Bis diese Projekte allerdings auf „eigenen Füßen“ stehen, braucht es noch etwas Hilfe von außen.

2016-12-19T02:53:50+00:00