Wirbelsturm in Mosambik und Malawi

Ein gewaltiger Wirbelsturm traf am 14. März auf Mosambik, Malawi und Simbabwe. Die Verwüstungen, die er hinterlassen hat, sind sehr hoch: bisher gab es rund 200 Tote, Tausende sind verletzt oder werden vermisst, Häuser sind eingestürzt oder stark beschädigt, Straßen existieren nicht mehr, Felder sind verwüstet, und die für Mai erwarteten Ernten wurden zerstört.

In Mosambik haben wir zwölf Missionsstationen, in denen 44 Comboni-Missionare arbeiten. In Malawi gibt es 17 Comboni-Missionare in fünf Missionen.

Schwere Schäden in Mosambik

Das in Mosambik am stärksten betroffene Gebiet ist die Küstenstadt Beira. In den ersten Tagen war es uns nicht möglich mit den Menschen dort direkten Kontakt aufzunehmen. Inzwischen bekamen wir Nachrichten von den Comboni-Missionaren und den Comboni-Missionsschwestern, die in Beira leben und arbeiten. Es geht ihnen gut, auch wenn die Häuser stark beschädigt wurden. Es regnet weiter, und dies macht alles schwieriger.

Die Situation in der eine halbe Million Einwohner zählenden Stadt Beira ist „dramatisch und erschreckend“, wie ein Mitbruder von dort erzählt. 90% der Stadt und der Vororte wurden „stark beschädigt oder ganz zerstört“. Auf dem Landweg sind die Orte nicht mehr erreichbar. Es gibt keinen Strom, und auch sauberes Trinkwasser ist nicht zu bekommen. Die Telefonverbindungen sind größtenteils ganz unterbrochen.

Die Regierung teilt mit, dass 873 Häuser zerstört wurden, 24 Krankenhäuser und 267 Schulen wurden teilweise oder vollständig beschädigt. Präsident Filipe Nyusi befürchtet, dass es letztlich mehr als 1000 Todesfälle sein könnten.

Spendenaufruf

Ihre Spenden fließen direkt in die Soforthilfe und den Wiederaufbau, der vor allem durch die Comboni-Missionare von Malawi und Mosambik bewerkstelligt wird. Pater Goffredo Donato aus Malawi hat uns gebeten, über die Situation zu berichten und um Hilfe zu bitten. Die dort am meisten betroffenen Gebiete sind Lirangwe, Lisungwi, Balaka und Mbera.

Aus der Pfarrei Lirangwe berichtet Pater James Kasitomu

Malawi wurde schwer von dem Wirbelsturm getroffen wurde. Besonders schlimm ist es im Süden von Malawi, im Grenzgebiet zu Mosambik. Unsere Gemeinde Lirangwe ist von dieser Tragödie nicht verschont geblieben. Das Wichtigste habe ich in der Folge zusammengefasst:

Lebensmittelversorgung

In diesem Jahr stand eine gute Ernte an, und manche hatten schon den ersten Mais gegessen. Leider fiel starker Regen im Flachland im südlichen Teil von Malawi, wo die Gemeinde Lirangwe liegt. Viele Maisfelder, die erntereif waren, wurden weggespült, so dass eine große Anzahl älterer Menschen nun keine Nahrung hat. Dem Zentrum von Malawi geht es besser, die Menschen im Süden werden auf Unterstützung von dort angewiesen sein. Das bedeutet, dass der Hunger besonders in meiner Gegend wieder bis September andauert. Diejenigen, die im Hochland gepflanzt haben, werden etwas ernten. Doch jetzt benötigen viele Menschen Nahrungsmittelhilfe. Politiker helfen hier und da, weil sie sich im Wahlkampf um das Präsidentenamt und das Parlament im Mai befinden. Die Menschen sind mittellos, sie benötigen Nahrungsmittelhilfe. Wenn es Euch möglich ist, helft uns bitte wenigstens für ein paar Monate. Es steht reichlich Wasser auf den Feldern, und wir ermutigen die Menschen neu anzupflanzen, damit es im September wieder Mais gibt. Wir führen diese Maßnahme nun im Umfeld der Gemeinde und im ganzen betroffenen Bereich durch. Bitte helft uns, damit wir Saatgut kaufen können.

Häuser sind eingestürzt, Menschen übernachten im Freien

Es war zu viel Regen, der in einer Woche fiel. Viele Häuser sind aus Lehm erbaut und mit Stroh gedeckt. Es ist so schlimm, dass einige Leute in der Pfarrei Schutz suchten. Inzwischen sind sie zurückgekehrt, weil der Regen aufgehört hat, aber sie kämpfen immer noch, um über die Runden zu kommen. Die Leute werden ihre Häuer in der Trockenzeit im April und Mai wieder herrichten. Mehr als alles andere brauchen die Menschen jetzt Lebensmittel sowie Medikamente für die Älteren, die sich in der Kälte Asthma und Lungenentzündungen zugezogen haben.

Wir wären sehr dankbar, wenn Hilfe verfügbar wäre. Lebensmittel werden dringend benötigt. Das Gemeindehaus wurde in höhergelegenem Terrain gebaut, damit sind wir sicher und haben viele Menschen auf unserm Gelände untergebracht. Kurz geschildert ist das die derzeitige Situation. Vielen Dank für Eure Anteilnahme. Gott segne Euch.

Fr. James Kasitomu

2019-03-27T10:26:59+00:00