Die Comboni-Missionare haben einige Krankenhäuser und Krankenstationen in Ländern wie Uganda, Südsudan und Peru aufgebaut und betreiben sie auch teilweise noch. Diese Einrichtungen
erfolgreich am Laufen zu halten, damit sie zum Segen für die Menschen vorort und in der Region werden, erfordert dauerhafte Anstrengung und Unterstützung. Eine Krise wie Corona trifft die Verantwortlichen hart. Kaum vorstellbar, wie sie den Herausforderungen gerecht werden sollen.

Am Beispiel Matany Hospital, Uganda
Bruder Günther Nährich schreibt aktuell: „Wir haben jetzt 52 COVID-19-Patienten in Uganda. Gott sei Dank bisher nicht in Matany. Wir sind auf die mageren Möglichkeiten vorbereitet,
die wir haben. Unsere Schutzausrüstung hält ungefähr zwei Wochen und dann müssen wir improvisieren. Im Krankenhaus haben wir eine „Task-Force“ gebildet und Raum geschaffen, um Corona-Verdächtige zu isolieren. Chefarzt Dr. John Bosco ist in Kampala, wo er an einer Sitzung im Gesundheitsministerium teilgenommen hat. Er hat versucht, ein Infrarot-Thermometer
zu kaufen. Total überteuert, tausend Prozent mehr, als noch vor einigen Wochen. So hat er keines gekauft. Unsere Patienten werden direkt am Eingang kontrolliert, bevor sie den ambulanten Versorgungsbereich erreichen. Freilich bestehen wir darauf, dass am Eingang die Hände gewaschen werden usw. Aber diese Maßnahmen sind sehr schwierig durchzusetzen, da unsere  Bevölkerung an solchen Einschränkungen nicht gewohnt ist. Wie auch immer, langsam werden wir eine Verhaltensänderung herbeiführen.“

Am Beispiel Lacor Hospital, Uganda
Bruder Elio Croce schreibt: „Die Ausgangssperre hat den Menschen enorme Probleme gebracht. In Kampala leben viele Tagelöhner, die jetzt ohne Arbeit große Probleme haben Nahrung zu bekommen. Hier im Norden ist es ein bisschen besser, weil viele Menschen in ihre Dörfer im Busch gehen können, aber nicht alle. Die arme alleinstehende Mutter mit 5-6 Kindern, die mit dem Einkommen eines Tages zurechtkommen musste, hat jetzt Probleme.
Die kranken Patienten können aus Mangel an Transportmitteln nicht ins Krankenhaus kommen und so sterben viele Kinder an Malaria, bevor sie das Krankenhaus erreichen. Die Patienten sind hier ohne die Möglichkeit zurückzukehren und ohne Unterstützung (Nahrung, Kleider waschen, Pflege) von zu Hause (was in Uganda üblich ist), und so leiden auch sie an Hunger. Viele kommen wegen dieser Probleme zu mir und die Vorsehung hilft ihnen.“

Die Schwächsten leiden am meisten
Br. Günther: „Das Leben der Schwächsten ist jetzt besonders gefährdet. Wir müssen Wege finden, sie am besten zu schützen und für sie einzutreten.“ Dabei möchten wir den Krankenstationen unter die Arme greifen und bitten dabei um Ihre Unterstützung.
Spenden-Stichwort: „Hilfe für CORONA-Krankenstationen“