Wie manch andere Länder in Ostafrika wurde auch Malawi in den letzten Jahren von extremer Dürre heimgesucht. Die Pfarrei Lirangwe, geleitet vom Comboni-Missionar P. Kasitomu, bat uns immer wieder um Lebensmittel-Hilfe, die wir ihr aufgrund der Spenden, die für Hungerhilfe eingegangen sind, geben konnten. Im Frühjahr, als der Wirbelsturm die erstmals wieder zu erwartende Ernte vernichtete, hatten wir wieder Kontakt. Er machte mich darauf aufmerksam, dass sie auch im Dezember ernten könnten, wenn sie die kurze Regenzeit mit einer Möglichkeit der Bewässerung aus dem nahegelegenen Fluss überbrücken könnten.
Mit der Zusage unserer Missionsprokura hat sich P. Kasitomu, zusammen mit dem Pfarrgemeinderat, an die Arbeit gemacht: Sie haben ein großes Feld für die Pfarrei in der Nähe des Flusses
gekauft, auf dem dann Mais für die hungernde Bevölkerung angebaut wird. Wasserpumpe und Schläuche wurden besorgt und auch die Leute sind bereit mitzuarbeiten, so dass von der Ernte auch ihre Familien mit profitieren.

Mit dieser Initiative werden die Probleme anhaltender Dürre für die Bevölkerung nachhaltig verbessert. Anstatt Lebensmittel aus der Ferne zu importieren, werden sie mit verbesserter
Technik zu Hause angebaut.

„Bei allem was man tut, das Ende zu bedenken, das ist Nachhaltigkeit“
Eric Schweitzer