(Platzhalter) Sr. Jude Veronica Njeri
Hermann Bentele P. Jakob Wellenzohn
Logo der Comboni-Missionare der DSP Christine Hügler
Jugendliche aus Kibremengist (Äthiopien) afrikanischer Mann
Xhosa-Frau aus Südafrika junge  Frau aus Peru
Rudi Junge aus Kibremengist
(Platzhalter) Indigena-Frau

April 2004

Wer am lautesten singt ...

Br. Erich Stöferle
Bruder Erich Stöferle ist von Haus aus Elektriker. Auch angehende Priester-Missionare sollen eine Steckdose anschließen oder einen tropfenden Wasserhahn reparieren können.
Bruder Erich Stöferle aus Ringingen bei Erbach (Ulm) arbeitet seit Dezember 2001 in Südafrika. Es ist sein dritter Missionseinsatz, zwei Perioden von 11 und 6 Jahren war er in Kenia tätig. Aus Pretoria erhielten wir folgenden Bericht.

„Heute morgen war ich mit unseren Studenten in Mamelodi. Das ist die größte von Comboni-Missionaren betreute Pfarrei in Südafrika. Wir besuchten die Heilige Messe in einer Teilgemeinde der Pfarrei. Der Gottesdienst wurde in einem Klassenzimmer einer Schule gefeiert. In den angrenzenden Klassenräumen feierten gleichzeitig andere Religionsgemeinschaften. Der Herrgott wird schon was verstanden haben, denn es ging nach der Devise: ‘Wer am lautesten singt wird gehört’. In dieser Neusiedlung gibt es noch keine Kirchenbauten.

Vergangene Woche haben wir um die Einheit der Christen gebetet. Verschiedene Gottesdienste auf engstem Raum lassen erahnen, wie wohltuend es wäre, wenn alle eins wären, wenn alle miteinander beten und feiern könnten, wie unser Herr es sich gewünscht hat.“

Bruder Erich freut sich besonders über den Zuwachs an jungen Männern, die sich für den Missionsberuf interessieren. Er schreibt: „Vier sind seit vergangener Woche aus Mosambik zu uns gekommen. Sie wollen ihre Englischkenntisse verbessern, bevor sie ins Noviziat nach Lusaka/Sambia gehen. Ihre Landessprache ist Portugiesisch. Die südafrikanischen Studenten sind nun auch von den Weihnachtsferien zurückgekommen, um ihr Philosophiestudium fortzusetzen.“

Bruder Erich geht es nicht nur darum Anlagen und Dinge zu reparieren, „sondern ich möchte auch meine Kenntnisse den jungen Leuten weitergeben. Es sind oft nur einfache Dinge, wie man z. B. eine Steckdose anschließt oder wie ein tropfender Wasserhahn ausgebessert werden kann. Für technische Dinge bringen unsere jungen Leute kaum Vorkenntnisse mit. Sie hatten eben nie Gelegenheit mit solchen Dingen umzugehen.“ Bruder Erich ist überzeugt, ein Missionar sollte sich auch mit solchen Fragen befassen können.