gotisches Labyrinth
Die Originalform des gotischen Labyrinths.

Das Mellatzer Rasenlabyrinth

(Modell: Gotisches Labyrinth)

Das Mellatzer Labyrinth ist mit Thujas Columnas (Lebensbäume) bepflanzt. Innenraum und Kreuzarme sind durch sie markiert. 33 Lebensbäume begrenzen das Labyrinth. 33 Jahre lebte Jesus auf dieser Erde.

Heilkräuterbeete in den Kreuzesarmen versinnbilden Heilung und Heil, die vom Kreuz ausgehen.

In den Kreuzesarmen stehen Drahtplastiken zu den Weltreligionen: Buddhismus (Weltentsagung); Konfuzianismus (Weltordnung); Judentum (Weltbemächtigung) und Islam (Welteroberung).

Im Mittelpunkt steht eine Drahtplastik, die eine Modellvorstellung der Evolution des Kosmos darstellt. Ein Bild auch für den Kosmischen Christus. (Alpha und Omega)

Die Distanz zwischen Ausgangspunkt und Ziel misst 12 Meter. Tatsächlich legt man 480 Meter zurück. Der Weg ist 40mal länger. Die Zahl 40 ist die Zahl der Läuterung. 40 Jahre waren die Israeliten unterwegs, ehe sie das gelobte Land erreichten. 40 Tage fastete Jesus in der Wüste, ehe er sein Werk begann.

Laborinth = Labor intus (lat.)
  = arbeite dich nach innen
  = Christus die Mitte
  = aus der Mitte leben

Das Labyrinth als bildliche Ausdrucksweise für einen spirituellen Weg und Individuationsprozess

Beim Begehen des Labyrinths liegt eine psychische Belastung in der Erfahrung, dass das Ziel immer wieder zum Greifen nah erscheint, wir aber mehrfach wieder weg geführt werden.

Wer die Belastung des Weges durchhält, kommt zum Ziel, denn der Weg verläuft kreuzungsfrei , es gibt also keinen Irrweg.

In der Mitte ist der Suchende mit sich alleine. Er begegnet sich selbst, einem göttlichen Prinzip, oder wofür auch immer die Mitte stehen mag.

Im Zentrum geschieht das Aufgeben der bisherigen Existenz, d.h. es vollzieht sich ein Neubeginn (Tod und Wiedergeburt). Dies zeigt sich auch schon auf dem Weg zur Mitte, in der Pendelbewegung der Wegführung, also im dauernden Wechsel der Bewegungsrichtung von links (gegen die Sonnenbewegung = Todesrichtung) nach rechts (mit der Sonnenbewegung = Lebensrichtung).

Das Labyrinth verlässt man als neuer Mensch.

Linie

Immer wieder brechen wir auf,
wir gehen auf Gott zu,
und er kommt zu uns.

Unsere Schritte
gleichen manchmal
einem Weg durch das Labyrinth,
stoßen an Mauern,
gelangen an Grenzen.

Eingeladen sind wir,
immer neu die Mitte zu suchen,
das Zentrum,
das Herz,
den Ort, wo ER auf uns wartet,
der Gott der Liebe.

Eingeladen sind wir,
immer neu uns auszustrecken
nach IHM,
der wachsen will und blühen,
der uns entgegenkommen will,
der uns treffen will
auf den verschlungenen Wegen unseres Lebens.

Eingeladen sind wir,
die Augen und Herzen zu öffnen,
denn ER ist schon da,
Gott erwartet im Glanz seiner Treue.

Und deshalb sind Grenzen Chancen,
Herausforderung,
uns immer neu zu wenden,
um- und hin-zu-kehren
zu IHM.

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TIPP: Erwin Reißmann hat eine Internetseite zum Thema „Labyrinthe“ zusammengestellt. Dort beschreibt er auch mit vielen Bildern das Mellatzer Rasenlabyrinth. Besuchen Sie diese Seite unter http://www.mymaze.de/bericht_allgaeu.htm.