Standort Berlin 2017-04-18T09:59:27+00:00

Comboni-Missionsschwestern in Berlin

Nah bei den Menschen

  1. Anschrift
  2. Comboni-Schwestern in Berlin
  3. Geschichte der Niederlassung

Anschrift

Sr. Margit Forster / Sr. Mabel Mariotti
c/o: SOLWODI
Kranoldstr. 24
12051 Berlin
Deutschland
Tel.: (0049) 30 81001170
E-Mail: berlin@comboni.de

Comboni-Schwestern in Berlin

Schwester Beatrice („Mabel“) Mariotti

Da ist Schwester Mabel Mariotti aus Mailand/Italien. Sie ist seit 1990 Mitglied der Comboni-Missionsschwestern. Von 1993 bis 1998 war sie in den USA, wo sie Psychologie und Theologie studiert und sich besonders mit Counselling befasst hat. Auch während ihrer sieben Jahre in Dubai (1998-2005), sowohl als Lehrerin, als auch als Schulleiterin, hat sie als Counselor gearbeitet und sich gleichzeitig für den interreligiösen Dialog interessiert. So hat Schwester Mabel 2001 ihren Master-Titel in Islamwissenschaften erworben. Ende 2005 kam sie für eine Sabbatzeit nach Rom. Seit 2006 lebt sie nun in Berlin.

Schwester Margit Forster

Schwester Margit Forster aus Hausen im Großraum Nürnberg war Verwaltungsbeamtin bei der Regierung von Oberfranken und ist seit 1979 bei den Comboni-Missionsschwestern. Nach ihrem Theologiesstudium in Rom hat sie acht Jahre in Kenia und vier Jahre in Uganda gearbeitet (Schule, Berufepastoral, Jugendarbeit, Begleitung junger Frauen in die Ordensgemeinschaft). Anschließend gehörte sie sechs Jahre der Generalleitung der CMS in Rom an und arbeitete noch ein weiteres Jahr in der italienischen Hauptstadt als Generalsekretärin für Ausbildung in ihrem Orden. Seit 2006 lebt sie in Berlin.

Geschichte der Niederlassung

Schwester Beatrice (Mabel) Mariotti und Schwester Margit Forster stellen im Folgenden dar, was es mit dem Projekt der CMS in Berlin auf sich hat:

 „Durch die Straßenexerzitien sind wir 2006 nach Berlin gekommen… und sind geblieben. Nach Jahren in Afrika, Amerika, dem Mittleren Osten und Italien hat uns die Hauptstadt des Missionslands Deutschland in seinen Bann gezogen. Hier haben wir, wie Moses, die Einladung gespürt, unsere Sandalen auszuziehen… Acht Monate haben wir in der Gemeinschaft der Jesuiten in Kreuzberg verbracht, die P. Christian Herwartz vor fast 40 Jahren ins Leben gerufen hat. Er inspirierte uns mit seiner Gastfreundschaft für alle, die an seine Tür klopfen: Obdachlose, Strafentlassene, Menschen ohne Arbeit, ohne Aufenthaltsgenehmigung oder – wie auch wir – auf der Suche nach Neu-Orientierung, nach Kontakt mit dem einfachen Leben. So haben wir durch ein Loslassen in ein einfaches Leben in der Gegenwart immer mehr ein Gespür dafür bekommen, wo Leben ist oder was uns lebendig macht und haben Schritt für Schritt eben auf diese leisen Zeichen gehört.

Daraus ist unser Engagement mit SOLWODI geworden – Solidarity with women in distress (Solidarität mit Frauen in Not), einer Hilfsorganisation, die sich hauptsächlich um Migrantinnen und geflüchtete Frauen kümmert, die von Menschenhandel, Zwangsprostitution oder anderen Formen von Gewalt und Ausbeutung betroffen sind. In einer Begegnung mit Sr. Lea Ackermann, die SOLWODI vor über 30 Jahren in Kenia und dann auch in Deutschland gegründet hat, hat sie uns eingeladen in Berlin eine Beratungsstelle aufzubauen. Mittlerweile hat SOLWODI 18 Beratungsstellen und acht Schutzwohnungen in Deutschland.

Nach einem Praktikum in verschiedenen Beratungsstellen und Schutzwohnungen von SOLWODI machten wir uns in Berlin an die Arbeit und im April 2008 war die offizielle Eröffnung unserer Beratungsstelle in den Räumlichkeiten der Marienschwestern in Lankwitz. 2013 sind wir durch die Unterstützung der katholischen Kirche Nord-Neukölln und dem Erzbistum Berlin nach Neukölln, einem der größten sozialen Brennpunkte Berlins, umgezogen. Unsere Schwerpunkte – Afrika und Betroffene von Menschenhandel – bleiben bestehen, aber die Arbeit hat im Laufe der Jahre zugenommen. Unser Team besteht nun aus uns beiden und zwei engagierten Sozialarbeiterinnen.

In der Begegnung mit den vielen Frauen und deren Kinder, die unsere Beratungsstelle besuchen und unser Leben bereichern, erleben wir täglich neu die Herausforderung und das Geschenk unseres Charismas. Als Erbinnen Daniel Combonis, der gerade in Afrika ein bedeutender Vorkämpfer für Menschenwürde und gegen Sklavenhandel und Ausgrenzung war, leben wir  in der Solidarität mit Ausgegrenzten und Benachteiligten hier in der Bundeshauptstadt, der Stadt der Vielfalt und der (gefallenen) Mauer, unsere Berufung.

Wir freuen uns, dass unsere Arbeit auch durch die finanzielle Unterstützung des Berliner Senats sowie von kirchlicher Seite u.a. durch das Bonifatiuswerk gewürdigt wird und dass sich auch immer wieder Menschen finden, die uns mit Spenden und ehrenamtlichem Engagement unterstützen, denn darauf sind wir nach wie vor angewiesen.“

„Wir müssen einzig und allein auf Gott und seine Gnade vertrauen. Wer auf sich selbst vertraut, vertraut auf den größten Esel der Welt.“

Daniel Comboni (LA 216)