Hungerhilfe in Afrika

Jeder vierte Mensch in Afrika südlich der Sahara hungert. Besonders leiden die Kinder. Hungersnöte und Hungerkatastrophen sind akute Ernährungskrisen nach Dürren oder aufgrund bewaffneter Konflikte. Aktuell betroffen sind jetzt insbesondere die Regionen Somalia, Äthiopien, Kenia, Malawi und Südsudan. Unsere Mitbrüder vorort sind gefordert:

Juba/Südsudan

Bruder Bernhard Hengl hilft in den Gebieten, die für internationale Hilfsorganisationen schwer zugänglich sind. In diesem vom Krieg erschütterten Land rennen die Menschen zunächst um ihr Leben. Br. Bernhard organisiert Hilfstransporte in die abgelegenen Zufluchtsorte. Ohne Lebensmittelhilfe wären die Leute in diesen verlassenen Verstecken dem Hungertod ausgesetzt.

 

Lirangwe/Malawi

Das Agragland Malawi ist besonders verwundbar wenn anhaltende Dürren zu Ernteausfällen führen. Der jetzt schon im dritten Jahr ausbleibende Regen hat Malawi in eine große Hungersnot gestürzt. Unser Mitbruder Pater James Pilira versorgt in seiner Pfarrei Lirangwe die betroffenen Familien mit Lebensmitteln um zumindest teilweise die große Not zu lindern.

 

Moyo/Uganda

Die Missionsstation Lomin im Südsudan, wo Bruder Erich Fischnaller ein großes Werkstattzentrum betrieben hat, steht verlassen da. In die bis dahin vom Bürgerkrieg weitestgehend verschonte Region Kajo Kaji drangen vor ca. drei Monaten Regierungssoldaten ein, um angeblich Rebellen aufzuspüren. Tatsächlich vergriffen sich die Soldaten an der Zivilbevölkerung, so dass praktisch alle Bewohner über die nahe gelegene Grenze nach Uganda flohen. Br. Erich unterstützt mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln seine Leute aus Lomin in dem Flüchtlingscamp in Moyo, in dem tausende Menschen gestrandet sind.

Kosti/Nordsudan

Hauptsächlich Nuer, Dinka und Shilluk aus dem Südsudan fliehen in den Nordsudan. Viele davon in das nahegelegene Kosti in der White Nile Region. Besonders Bischof Daniel Adwok, ein Shilluk, kümmert sich um die Logistik für das Flüchtlingscamp in Kosti. Vorort tätig sind die Sacred Heart Schwestern. Außer der Lebensmittelversorgung stellt die mangelnde Hygiene eine Herausforderung dar. Unzureichende Toiletten und Latrinen sind Ursachen für Durchfallerkrankungen, Cholera, Typhus, usw.

2017-04-13T17:01:35+00:00