Niger

Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz im Niger und in Burkina Faso hält die europäische Flüchtlingspolitik für verfehlt. In einem Interview der KNA forderte Erzbischof Paul Yemboaro Ouedraogo mehr Solidarität. Afrika sei für Europa nur wegen seiner Bodenschätze interessant. Die jungen Afrikaner, die heute ihre Heimat verlassen, folgten lediglich dem Weg der Rohstoffe, „um in Europa Arbeit zu finden“, so der Erzbischof. Die von der EU favorisierten Flüchtlingszentren im Niger nannte der Erzbischof wenig hilfreich. „Mir kommt es eher so vor, als würde man die Menschen im Niger parken, weil da eben Platz ist.“ Die Möglichkeit, zu arbeiten und ein menschenwürdiges Leben zu führen, hätten die jungen Migranten dort aber nicht. (kna)

2017-10-19T10:39:48+00:00