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(Platzhalter) Indigena-Frau

Zum Thema „Südsudan ist unabhängig“ ein Beitrag vom 08.12.2011:

Nordsudan militärisch im Südsudan aktiv

Die Beziehungen zwischen Nordsudan und Südsudan sind zunehmend angespannt, nachdem der Südsudan beklagt, dass Militäreinheiten aus Khartum in das eigene Staatsgebiet eingedrungen sind, um dort Rebellen zu bekämpfen, die an der Grenze zwischen beiden Staaten aktiv sind. Die Soldaten aus Khartum verfolgten Mitglieder des „Sudan People Liberation Movement North“ (SPLM-N), die in Südkordofan und im Staat Blue Nile aktiv sind. Am 3. und 4. September kam es zu heftigen Gefechten zwischen Soldaten des Südsudan und den Einheiten des Nordsudan, so dass die Soldaten aus Khartum die Region verlassen mussten.

Südkordofan und Blue Nile befinden sich an der Grenze zwischen Nord- und Südsudan und werden von Volksgruppen bewohnt, die mit dem Südsudan für die Unabhängigkeit gekämpft haben, bis der Bürgerkrieg 2005 durch Friedensvereinbarungen beendet wurden und den Weg für die Unabhängigkeit des Südens öffneten.

Unterdessen hatte der Informationsminister der Provinz Upper Nile gegenüber dem katholischen Radiosender „Radio Bakhita“ betont, dass Soldaten der SAF bereits am 1. Dezember in das Dorf Dandar eingedrungen waren, wo sie von südsudanesischen Soldaten abgewiesen worden waren. Dabei wies der Minister darauf hin, dass die Regierung in Khartum erstmals eigene Soldaten bei einem derartigen Manöver einsetzt.

Die Spannung wuchs auch, nachdem Khartum damit drohte, die südsudanesischen Erdölexporte über nordsudanesischen Häfen zu verbieten. Eine solche Maßnahme konnte bisher durch das Eingreifen Chinas (Hauptkäufer des sudanesischen Erdöls) verhindert werden.

(Fidesdienst, LM, 8.12.2011)