(Platzhalter) Sr. Jude Veronica Njeri
Maria Schneider P. Jakob Wellenzohn
Logo der Comboni-Missionare der DSP Maggi
Jugendliche aus Kibremengist/Äthiopien afrikanischer Mann
Frau aus Kibremengist/Äthiopien Indio-Junge
Albert Klingler Mädchen aus Tabankulu (Südafrika)
(Platzhalter) Indigena-Frau

Zum Thema „Südsudan ist unabhängig“ ein Beitrag vom 17.06.2011:

Kampfflugzeuge aus Khartum werfen Bomben auf Zivilisten

In der Hauptstadt von Südkordofan, Kadugli, an der Grenze zwischen Nord- und Südsudan, halten die Gefechte zwischen Soldaten aus beiden Landesteilen an. „In den Nubabergen mussten die Schulen geschlossen werden und die Lehrer wurden evakuiert“, so die in der Region tätige mexikanische Schwester Carmen von den Comboni-Missionsschwestern zum Fidesdienst.

„Die Krankenhäuser funktionieren noch. In eines dieser Krankenhäuser, das die Missionsschwestern leiten, wurden bereit 85 Soldaten eingeliefert, die bei den Gefechten in Kadugli verletzt wurden. Es ist mehr Personal notwendig, um diese Notsituation zu bewältigen“, so die Missionsschwester weiter.

„Tagsüber suchen die Menschen Zuflucht auf den Hügeln, die die Dörfer umgeben und kehren erst am Abend wieder in ihre Wohnungen zurück. Nachts gibt es keine Bombenangriffe, da die Kampfflugzeuge aus Khartum für nächtliche Angriffe nicht ausgerüstet sind“, so Schwester Carmen, die selbst Augenzeugin der Luftangriffe der Flugzeuge aus Khartum wurde. „Vor zwei Tagen begleitete ich zwei Personen nach Kauda“, so die Ordensfrau, „dabei habe ich mit eigenen Augen einen Luftangriff beobachtet. Ich habe gesehen, wie die Kampfflugzeuge sich schnell näherten und nach einem Erkennungsflug aus niedriger Höhe Bomben abwarfen. Wir warfen uns auf den Boden, während um uns herum Bomben explodierten. Es war schrecklich“.

Abschließend betont die Ordensfrau, dass die Einheimischen in der Region ihr oft die Frage stellen: „Wo bleibt die Internationale Staatengemeinschaft?“ Wie aus einer Verlautbarung von Caritas Internationalis hervorgeht, flohen bereits 60.000 Menschen vor den Gefechten in Südkordofan. Die humanitäre Lage spitzt sich zu und es fehlen Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente.

(Fidesdienst, LM, 17.6.2011)