(Platzhalter) junge afrikanische Frau
Hermann Bentele P. Jakob Wellenzohn
Logo der Comboni-Missionare der DSP Christine Hügler
Jugendliche aus Kibremengist/Äthiopien afrikanischer Mann
Frau aus Kibremengist/Äthiopien Junge aus Quito / Ecuador
Rudi Junge aus Kibremengist
(Platzhalter) Indigena-Frau

Zum Thema „Südsudan ist unabhängig“ ein Beitrag vom 02.05.2014:

Im Südsudan droht Hungersnot

Mehr als eine Million Menschen sind ausgerechnet während der Aussaat-Saison vor Kämpfen im Südsudan aus ihren Häusern geflohen. Darum droht jetzt, nach Einschätzung der UNO, eine Hungersnot. Die Hohe UNO-Kommissarin für Menschenrechte, Navy Pillay, war am Dienstag zu Gesprächen mit Politikern in Juba. Sie zeigte sich „schockiert“, dass sich offenbar niemand dort angesichts der heraufziehenden Hungerkatastrophe Sorgen mache. „Wenn es zu der Hungersnot kommt, dann sind vor allem die politischen Führer im Land dafür verantwortlich“, so Pillay.

Präsident Salva Kiir und sein früherer Vizepräsident Riek Machar, deren Anhänger sich heftig bekämpfen, hätten im Januar ein Ende der Feindseligkeiten beschlossen, sich aber nicht daran gehalten. Pillay wörtlich: „Südsudan steht am Rand eines Desasters.“

UNICEF fürchtet, dass bis zu 50.000 Kinder unter fünf Jahren im Lauf dieses Jahres im Südsudan an Unterernährung sterben könnten. Insgesamt spricht die UNO von sieben Millionen Menschen im Land, denen dieses Jahr die Hungersnot droht. Der UNO-Gesandte zur Verhinderung von Völkermord, Adama Dieng, fürchtet sogar ein Abrutschen des Landes in einen Genozid. Der Konflikt habe „eine gefährliche Wendung genommen“, es häuften sich im Südsudan Angriffe auf Zivilisten „wegen ihrer ethnischen oder vermeintlichen politischen Zugehörigkeit“.

rv/diverse, 1. Mai 2014