(Platzhalter) Sr. Jude Veronica Njeri
Maria Schneider P. Herbert Gimpl
Logo der Comboni-Missionare der DSP Nina Kerker
Jugendliche aus Kibremengist/Äthiopien afrikanischer Mann
Xhosa-Frau aus Südafrika Junge aus Quito / Ecuador
Albert Klingler Junge aus Kibremengist
(Platzhalter) Indigena-Frau

Zum Thema „Südsudan ist unabhängig“ ein Beitrag vom 29.01.2014:

Leer steht vor der Einnahme und die Comboni-Gemeinschaft dort flieht vorübergehend in den Busch

Schlechte Nachrichten gab es gestern bei den Comboni-Missionaren aus dem Südsudan. P. Raimundo berichtet über die Lage in Leer.

Der Friedensvertrag sei zwar am 23. Januar abgeschlossen und unterschrieben worden, jedoch bereits am nächsten Tag gebrochen. Die Konflikte gingen weiter und seien bereits nahe bei Leer. Der Markt von Leer wurde geplündert. Die Regierungstruppen hätten die Nachbarorte Koch und Mirmir angegriffen, die schon zur Region der Mission gehörten. Fast die gesamte Bevölkerung des Staates sei geflohen, die Städte geplündert. Am Mittwoch seien fünf verschiedene Gruppen gekommen und baten um die Fahrzeuge der Mission, Geld und Lebensmittel.

„Es ist uns gelungen“, schreibt P. Raimundo, „sie zu überzeugen, dass sie sich mit Lebensmitteln und Wasser zufrieden gaben. Es ist sehr traurig, das Volk zu sehen, dem wir gedient haben, und zu erleben, wie den Leuten alles genommen wird. Ich weiß nicht, wie lange wir durchhalten werden, ihnen die Fahrzeuge zu überlassen.“

Leer sei praktisch geplündert, nur wenige Leute bewegten sich noch. Zwei Comboni-Schwestern hätten sich entschlossen, mit den Menschen in den Busch zu gehen. Die Telefonlinien funktionierten nicht mehr, die Konflikte kämen immer näher. Der Comboni-Provinzial hätte Kontakt mit der UNO-Basis aufgenommen, um ein Flugzeug für die Evakuierung zu besorgen, falls die Gruppe fliehen wollte.

Nun kam die letzte Nachricht von heute Nacht: „Die kämpfenden Truppen kommen voran, respektieren niemanden und nichts, also haben wir beschlossen, den Sitz der Mission zu verlassen. Wir gehen in den Busch, wo auch die beiden Comboni-Schwestern, P. Stephen und viele Leute sind. Kommunikation gibt es dort keine. Lebensmittel und Wasser nehmen wir mit. Bitte setzt Eure Gebete fort!

P. Raimundo Rocha.