(Platzhalter) Sr. Assunta Arraghie
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Jugendliche aus Kibremengist/Äthiopien afrikanischer Mann
Frau aus Kibremengist/Äthiopien junge  Frau aus Peru
Daniel Mädchen aus Tabankulu (Südafrika)
(Platzhalter) Indigena-Frau

Zum Thema „Südsudan ist unabhängig“ ein Beitrag vom 10.07.2011:

Das Netzwerk Afrika-Deutschland informiert kurz über die Hintergründe

Südsudan – eine schwere Staatengeburt

Das Land Südsudan mit seinen Provinzen
Die Provinzen vom neuen Staat Südsudan

Im Januar entschied sich die Bevölkerung des Südsudan in einer Volksbefragung mit 98% für einen unabhängigen Staat. Die Staatsgründung erfolgt am 9. Juli 2011. Militärische Interventionen des Nordens und ethnische Konflikte innerhalb der Befreiungsbewegung SPLM werfen lange Schatten auf die Geburt dieses neuen Staates.

Fakten und Zahlen

(Quelle: Wikipedia)

Flagge vom Südsudan

Kurze Geschichte

Umkämpfte Grenzen

Im Friedensabkommen von 2005 wurden die Grenzen nicht klar festgelegt. Die Zugehörigkeit umstrittener Gebiete sollten durch Verhandlungen bzw. Volksabstimmungen geklärt werden. Der Norden  versucht, die Lösungen durch militärische Eingriffe und Vertreibung für sich zu entscheiden.

Abiyei

Die Zugehörigkeit der erdölreichen Region im Süd-Kordofan wird vom Volk der Ngok Dinka des Südens bewohnt, dient aber auch den Massiriya Nomaden des Nordens als Weideland. Die vorgesehene Volksabstimmung scheiterte an organisatorischen Streitigkeiten. Mitte Juni besetzte die Armee des Nordens Abiyei. 150.000 Menschen flohen aus dem Gebiet. Durch eine Mediation von Thabo Mbeki wurde eine Entmilitarisierung der Region vereinbart, aber bisher noch nicht durchgeführt.

South Kordofan

Eine Volksbefragung (Consultation) sollte den Status dieser Provinzen klären, fand aber nie statt. Sollte der Norden dort weiterhin eine militärische Lösung anstreben, ist ein bewaffneter Widerstand der Bevölkerung und mehr Blutvergießen zu erwarten. In den zu Süd-Kordofan gehörigen Nuba Bergen wird von ethnischen Säuberungen berichtet.

Die aus Uganda stammende Lords Resistance Army (LRA) treibt immer noch ihr Unwesen in Western Equatoria.

Der Darfur-Konflikt bleibt ungelöst.

Die UN-Friedenstruppe UNMIS hat sich in der Durchsetzung des Mandats, die Bevölkerung vor Gewalt zu schützen, als unfähig erwiesen.

Ungeklärt bleibt auch die Verteilung der Erdöleinnahmen zwischen Norden und Süden.

Machtkämpfe im Süden

Während die Südsudanesen bei der Volksabstimmung eine große Einigkeit bewiesen, zeigen sich immer mehr Zerfallserscheinungen innerhalb der vom Volk der Dinka dominierten SPLM. George Athor startete 2011 eine eigene Rebellengruppe, als er nicht zum Gouverneur von Jonglei gewählt wurde. Andere Splittergruppen haben sich von der SPLM abgesetzt. Die Regierung in Khartum hatte schon immer eine Politik, dissidente Gruppen aktiv zu unterstützen.

„Viele Südsudanesen haben so lange auf diesen  historischen Moment gewartet. Alle müssen nun gemeinsam arbeiten und gemeinsam eine friedliche Zukunft aufbauen. Der einzige Weg des Friedens ist und bleibt der Dialog.“

Kyung Wha Kang, UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte