(Platzhalter) junge afrikanische Frau
Hermann Bentele P. Herbert Gimpl
Logo der Comboni-Missionare der DSP Maggi
Jugendliche aus Kibremengist/Äthiopien Katechist aus Afrika
Priester aus Bahir Dar (Äthiopien) junge  Frau aus Peru
Daniel Junge aus Kibremengist
(Platzhalter) Indigena-Frau

Jackenaufschrift: Vereintes Volk für Südafrika
Die Jacke eines Südafrikaners mit der Aufschrift: „Ein vereintes Volk für ein besseres Südafrika und eine bessere Welt.“
Burundi war zu gefährlich

Ein Flüchtlingsschicksal in Südafrika

Bruder Erich Stöferle
Bruder Erich Stöferle
Bruder Erich Stöferle aus Ringingen bei Ulm lebt seit acht Jahren in Südafrika. Er ist Hausmeister und Lehrer in einem der Ausbildungshäuser der Comboni-Missionare in Pretoria. Und dort hat er auch mit Flüchtlingen zu tun. Über so ein konkretes Schicksal, über einen Flüchtling aus Burundi, schreibt er:

Seit einem guten Jahr lebt in unserem Haus ein junger Mann aus Burundi. Am Dienstag der Karwoche 2006 klopfte er an unsere Tür und suchte Quartier. Ich holte Eric, der ebenfalls aus Burundi stammt und bei uns bis vor Kurzem gewohnt hat. Als Eric sagte, dass die Geschichte von Arthur echt klinge und er ihm vertraue, nahmen wir ihn bei uns auf. Beide sind aus ihrer Heimat geflohen, um ihre Haut zu retten. Arthur floh zuerst nach Sambia, wo seine Schwester lebt. Nach einem halben Jahr wurde ihm dort das Pflaster zu heiß. So machte er sich weiter auf den Weg nach Süden, bis er bei uns ankam.

Ausstellung in Südafrika
Auch in Südafrika gibt es eine Kultur des Erinnerns an die eigene Befreiung.
Beide, Eric und Arthur, stammen aus Familien, die politisch aktiv sind. In beiden Familien kamen die Väter ums Leben. Arthur ist Journalist und hat über die Hintergründe der Ermordung des Apostolischen Nuntius von Burundi, Erzbischof Michael Courtney, im Dezember 2003 recherchiert und herausgefunden, dass einflussreiche Politiker Burundis in den Mord verwickelt waren.

 Erst letztes Jahr, acht Jahre nach seiner Flucht, wagte Eric, wieder die Verbindung mit seiner Mutter aufzunehmen. Arthur tat dies kurz vor Weihnachten. Da erfuhr er, dass sein kleiner Sohn und dann auch seine Frau verstorben waren. Es scheint, dass die Familie nach wie vor Schikanen ausgesetzt ist. Sie alle warten auf den Tag, an dem die gegenwärtigen Machthaber abtreten. Dann, hoffen sie, können sie wieder in ihre Heimat zurückkehren.“