Abraham Sireu Priesterweihe durch Bischof Morris Crowley
Abraham Sireu wird von Bischof Morris Crowley zum Priester geweiht
Priesterweihe Abraham Sireu, Br. Friedbert gratuliert
Bruder Friedbert gratuliert Pater Abraham Sireu
Pater Abraham Sireu in Tracht eines Pokot-Kriegers
Pater Abraham Sireu in Tracht eines Pokot-Kriegers
Priesterweihe Abraham Sireu Gottesdienst
Während des Gottesdienstes: Musik und Tanz
Priesterweihe Abraham Sireu Ordensschwestern
Auch viele einheimische Ordensschwestern waren anwesend

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14.11.2016

Kenia bekommt ersten Pokot-Priester

Seit über 30 Jahren sind die Comboni-Missionare in Pokot-Land im Nordwesten Kenias an der Grenze zu Uganda tätig, wo die Menschen vor allem Viehzucht betreiben. Nun haben die Comboni-Missionare am 29. Oktober 2016 ihren ersten Pokot-Priester bekommen: Pater Abraham Sireu. Geschätzte 3000 Menschen aus der großen Pfarrei Amakuriat nahmen an dem historischen Ereignis teil.

Die Comboni-Missionare kamen offiziell 1973 nach Kenia, über die Mission Amudat in Uganda. Bruder Dario Laurencig war der erste Comboni-Missionar, der 1982 seinen Fuß in die Mission Amakuriat setzte, die Heimatpfarrei des neu geweihten Priesters. Dieser war zu diesem Zeitpunkt erst wenige Monate alt. 34 Jahre später wurde Abraham Sireu, der in der Tracht eines Pokot-Kriegers gekleidet war (s. Foto), von seinem Vater zu seiner Priesterweihe begleitet.

Bischof Morris Crowley, von der Diözese Kitale, leitete die Weihe und war Hauptzelebrant bei der Festmesse. In seiner Predigt dankte er den Eltern von Pater Abraham für dessen Erziehung und deren Einverständnis, ihn für den missionarischen Dienst der Kirche frei zugeben. Er gab dem neu geweihten Priester den Rat, das Studieren der Heiligen Schrift nicht zu vernachlässigen und das Gebet zur Priorität seines Lebens als Priester zu machen. Darüber hinaus verlangte er von ihm, freigebig mit seiner Zeit und seinen Talenten zu sein. „Enttäusche uns nicht“, waren die abschließenden Worte des Bischofs an Pater Abraham.

Pater Joseph Maina, der Provinzobere der Comboni-Missionare der Provinz Kenia, dankte dem Bischof dafür, Pater Abraham geweiht zu haben. Des Weiteren bedankte er sich bei der Gemeinde und den Eltern von Abraham dafür, dass sie ihn zu den Comboni-Missionaren gehen lassen und bat um Unterstützung für den neu Geweihten. Im gleichen Atemzug verkündete er, dass Pater Abraham von nun an zur deutschsprachigen Provinz der Comboni-Missionare gehöre. Die schöne Priesterweihe wurde von den frohen einheimischen Pokot-Liedern und Tänzen begleitet.

Diese Freude setzte sich auch am nächsten Tag bei der Primiz-Messe von Pater Abraham fort. Pater Barry, Priester der Diözese Kitale, hielt die Predigt und unterstrich darin das Wunder und das Geschenk der Priesterweihe von Pater Abraham. Auch andere Töchter und Söhne der Pokot sollten von der Gemeinschaft in ihrer Berufung bestärkt werden. Eine Gruppe von Pokot-Schwestern, von verschiedenen Kongregationen, sorgte für die Abwechslung während der Dankmesse. Jede einzelne erzählte ihrer Berufungsgeschichte und berichtete über ihre positiven Erfahrungen im Ordensleben. Ihr Anliegen war ein Appell an die Jugendlichen der Pokot, ernsthaft ein religiöses Leben und das Priestertum in Betracht zu ziehen.

Die Anwesenheit und die Rede von Bruder Friedbert Tremmel während der Priesterweihe und der ersten Messe von Pater Abraham Sireu waren ebenso von großer Bedeutung. Er repräsentierte den Provinzial der deutschsprachigen Provinz (DSP), in die Pater Abraham für seine erste Aufgabe gehen wird. Es war Bruder Friedbert, der Pater Abraham als Jugendlicher auf seine missionarische Berufung angesprochen hat und ihn die letzten 14 Jahre begleitet hatte.

Jetzt, da feststeht, dass Pater Abraham in die DSP gehen wird, wo einer seiner Mentoren herkommt, wird deutlich, dass die Arbeit der Comboni-Missionare bei den Pokot nicht umsonst ist.

„Die Priesterweihe von Pater Abraham ist das deutlichste Zeichen, dass der Glaube unter den Pokot gewachsen ist“, sagte Pater Dino Rebellato, 83 Jahre alt und seit über 40 Jahren Comboni-Missionar in Kenia.

Pater Andrew Bwalya