Friedenszentrum Südsudan
Ein Teil der Gebäude des neuen Friedenszentrums

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10.11.2016

Einweihung des „Friedenszentrums vom Guten Hirten“

Kit/Juba (Südsudan): Am 16. Oktober 2016 wurde das „Friedenszentrum vom Guten Hirten“ in Kit eröffnet. Die Einweihung fand im Rahmen einer Eucharistiefeier statt, welche der Apostolische Nuntius für Kenia und Südsudan, Erzbischof Charles Daniel Balvo, leitete. Und um eine kleine Vorstellung zu haben: von Kit bis zur Mitte der Hauptstadt Juba sind es gerade mal 12 Kilometer.

Das Friedenszentrum ist das erste seiner Art im Südsudan. Es wurde errichtet, um der Kirche und der Gesellschaft im Südsudan einen geeigneten Platz für menschliche, pastorale und spirituelle Bildung sowie für Friedensarbeit und Heilung von Traumata zu bieten.

Es waren die Mitglieder der Vereinigung der Ordensoberen und -oberinnen im Südsudan, die das Friedenszentrum während ihrer Vollversammlung 2014 beschlossen haben. Die Katholische Kirche des Südsudan zählt 47 Ordensgemeinschaften. So sind es mehr als 400 Ordensfrauen und Ordensmännder im Land, welche in der Evangelisierung und der menschlichen Entwicklung tätig sind.

Die Bauzeit betrug gerade mal 17 Monate trotz aller Herausforderungen und einer mangelnden Stabilität des Landes.

Zur feierlichen Weihe und Eröffnung waren, abgesehen von Vertretern und Vertreterinnen der Projektträger, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums, auch eine gute Anzahl von kirchlichen Amtsträgern, Sponsoren, Diplomaten, Vertretern der Regierung und die christliche Gemeinde vor Ort zur Einweihung gekommen.

Der Vorsitzende der Vereinigung der Ordensoberinnen und Ordensoberen, Comboni-Missionare Pater Daniele Moschetti, betonte bei der Einweihungsfeier im Namen aller Ordensleute, dass das „Friedenszentrum vom Guten Hirten“ einen großen Schritt nach vorne bedeutete. Das Zentrum sei ein Zeichen dafür, dass die Ordenschristen im Südsudan ganz und gar Willens seien, den Menschen und der Kirche des Südsudan zu dienen – gerade auch was Friedenschaffen und die Ausbildung einer neuen Generation von Bürgern Christen beträfe.

Übrigens war es ein deutscher Comboni-Missionar, Bruder Hans Eigner, der als Ingenieur die Erstellung des großen Baus begleitete.

Pater Anton Schneider